Kurzparkzone: Überwachung in Waidhofen/Thaya ausgesetzt. Aufmerksamen Bürgern ist es vielleicht schon aufgefallen: Derzeit patrouillieren keine Damen des Sicherheitsdienstes zur Parkraumüberwachung durch die Kurzparkzonen der Stadt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 21. November 2020 (19:29)
Die Kurzparkzonen in Waidhofen gelten zwar weiterhin, die Einhaltung wird allerdings während des Lockdowns nicht mehr überwacht.
Michael Schwab

Der Grund: Im Lockdown „rechnet“ sich die Kontrolle für die Stadtgemeinde nicht. „In der Stadt ist wenig los. Wir haben uns das angesehen und wollen nicht, dass wir durch die Kontrolltätigkeit am Ende mehr Ausgaben als Einnahmen haben. Daher haben wir uns wie im ersten Lockdown im Frühjahr dazu entschieden, die Kontrollen vorübergehend auszusetzen“, erklärt Vizebürgermeister Martin Litschauer (IG).Es sei außerdem in Lockdown-Zeiten nicht angebracht, bei ohnedies geringer Parkplatzauslastung die Leute auch noch abzustrafen: „Ich denke, es ist gerechtfertigt, jetzt nicht so genau hinzuschauen“, meint Litschauer.

Kein Freibrief zum Dauerparken

Ein Freibrief zum hemmungslosen Dauerparken in den Kurzparkzonen ist dies jedoch nicht. Zum einen gilt die Kurzparkzonenregelung weiterhin, sodass die Polizei theoretisch strafen oder abmahnen kann. Zum anderen sei es, so Litschauer, nicht Sinn der Sache, dass die Parkplätze vor den nach wie vor geöffneten Geschäften des täglichen Bedarfs durch Dauerparker blockiert werden.

„Wir werden uns das genau ansehen, ob die Leute vernünftig sind. Sollten wir feststellen, dass es Probleme gibt, weil man vor den Nahversorgern keinen Parkplatz mehr bekommt, dann werden wir reagieren müssen“, warnt Litschauer.
Bleibt die Lage in der Innenstadt, wie sie ist, plant die Stadtgemeinde, die Kontrolle bis zum Ende des derzeit geltenden harten Lockdowns auszusetzen. 

DIe FPÖ, in deren Zuständigkeit das Verkehrsressort fällt, begrüßt die Entscheidung zum Aussetzen der Parkraumüberwachung: „In diesen Zeiten ist es richtig, die Kontrolle auszusetzen. Das muss so bleiben, so lange der Lockdown andauert“, sagt FPÖ-Stadtrat Gottfried Waldhäusl.