Cool bleiben bis zum Winter. Über atmospährische Störungen im Umfeld des SC Pfaffenschlag.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 02. Oktober 2019 (02:27)

Die Situation beim SC Pfaffenschlag ist verfahren: Noch-Trainer Bruno Meyer will sich der Herausforderung, den SCP aus dem Tabellenkeller der 1. Klasse Waldviertel zu führen, stellen, Obmann Manfred Hirsch meint jedoch, dass Meyer nicht mehr zur Mannschaft durchdringe, würde lieber Meyers Bruder Wolfgang an der Seitenlinie stehen sehen. Der wiederum winkt ab, ist sicher nicht heiß drauf, seinen Bruder abzuschießen.

Dabei sind zwei Fragen essenziell: Was ist in der vorigen Winterpause passiert, dass aus dem damaligen Winterkönig Pfaffenschlag das rückrundenschwächste Team wurde und dieser Trend nahtlos in die neue Meisterschaft mitgenommen wurde? Einfach beantwortet: Pfaffenschlag spielte vor einem Jahr weit über dem eigenen Limit, hatte auch Glück und war plötzlich überraschend Erster.

Zweite Frage, die sich vor allem der Vorstand stellen muss: Wäre ein anderer Trainer aktuell besser als Bruno Meyer? Unter dem Aspekt, dass der bis zum Winter mit demselben Spielermaterial auskommen muss, die Neuzugänge nicht zur Verfügung stehen, die Legionäre schwächeln und das Formtief 2019 endlos lang ist? Wohl kaum. Pfaffenschlag muss sich in den Winter retten, dann beim Kader reagieren. Sonst gibt‘s 20 Jahre nach dem letzten 2. Klasse-Gastspiel bald ein neues.