SPÖ konnte nicht profitieren. Über die verpasste Chance für die SPÖ.

Von Michael Schwab. Erstellt am 02. Oktober 2019 (04:19)

SPÖ und FPÖ sind die Verlierer der Nationalratswahl 2019 – nicht nur bundesweit, sondern auch im Bezirk.

Dass die FPÖ angesichts der Skandale rund um ihren ehemaligen Parteichef Heinz-Christian Strache abgestraft werden würde, war zu erwarten. Die SPÖ hätte die Chance gehabt, zumindest einen Teil der abgesprungenen FPÖ-Wähler zu gewinnen, versagte dabei jedoch kläglich. Rechnerisch wechselten die meisten FPÖ-Abspringer zur ÖVP, die mit Spitzenkandidat Sebastian Kurz ein Zugpferd hatte, das man bei den Roten vergeblich suchte.

Sägt man dann noch im Vorfeld der Wahl die beiden Waldviertler Kandidaten Konrad Antoni und Maurice Androsch ab, und ersetzt sie durch einen Spitzenkandidaten aus dem Bezirk Krems, braucht man sich über ein schlechtes Abschneiden im Wahlkreis Waldviertel auch nicht mehr wundern. Den Grünen gelang, wo die SPÖ versagte: Sie gewannen Wählerstimmen hinzu. Da dürften auch ein paar Ex-Rote dabei sein.