„Waldviertel“ als Derbyliga. Über die Konstellation der 1. Klasse einst und jetzt.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 03. Juli 2019 (02:41)

Zu einer richtigen Derbyliga mutierte die 1. Klasse Waldviertel. Sieben Teams aus dem Bezirk Waidhofen, fünf aus Gmünd, je eines aus Zwettl und Melk bilden ab sofort die „Waldviertler Premier League“. Jede Woche sind somit lokale Revierkämpfe garantiert.

Keine regionale Spielklasse hat im vergangenen Jahrzehnt so einen Austausch erfahren: In der Saison 2009/10 waren gerade mal vier Teams dabei, die auch 2019/20 noch dabei sein werden: St. Martin, Heidenreichstein, Weitra (alle drei auch zwischenzeitlich in der Gebietsliga) und Dobersberg, das 2014/15 einen Zwischenstopp in der 2. Klasse einlegte. Der Meister von 2008/09, der heutige Gebietsligist Hartl Haus, marschierte später bis in die 2. Landesliga, das damalige 1. Klasse-Spitzenteam Waldhausen, kickt heute, nach einem Gebietsliga-Intermezzo 2013/14 in der 2. Klasse, während es Sallingberg nur noch per Spielgemeinschaft mit Ottenschlag gibt.

Was uns diese Beispiele zeigen? Einerseits, dass der Fußball extrem schnelllebig ist, andererseits, dass nicht immer die „üblichen Verdächtigen“ das Rennen machen. Wer heute oben ist, kann morgen unten sein – und umgekehrt. Genau diese Unberechenbarkeit macht den Fußball vor allem im Amateursport so faszinierend.