Kautzen

Erstellt am 18. Mai 2018, 04:00

von Monika Freisel

"Hilaria Kautzen" boten abwechslungsreiches Programm. Der Gesang- und Musikverein Hilaria Kautzen und der Stadtchor Eggenburg boten Lieder aus unterschiedlichen Musikrichtungen.

Mit Instrumentalbegleitung trat der Gesang- und Musikverein Kautzen unter der Leitung von Eduard Danzinger auf: Elisabeth Danzinger, Roswitha Zahrl sen., Roswitha Zahrl jun., Andrea Wettstein, Marina Fürst (Sopran); Elisabeth Schiansky, Ingrid Weber, Hannelore Deimel, Verena Sommer (Alt), Engelbert Pöcksteiner, Gerhard Wanko, Klaus Kolar, Franz Prosenbauer (Tenor); Erich Schiansky, Hannes Wanko, Trude Schandl (Bass); Vlastimil Burkart (Klavier), Reinhard Puchinger (Rahmentrommel und Djembé).  |  Monika Freisel

Beim Frühjahrskonzert am Samstagabend hatte der Gesang- und Musikverein Hilaria Kautzen den Stadtchor Eggenburg zu Gast.

Der GMV Hilaria, annähernd ausgewogen in der Zahl der männlichen und weiblichen Stimmen, bot ein höchst abwechslungsreiches Programm, das Volkslieder, Musik aus der Karibik, aus Griechenland, Gospel- und auch Popsongs umspannte. In „Meines Großvaters Uhr“ imitierten die Stimmen das Ticken - noch analoger - Zeitmesser.

Die Songs „Come Back, Liza“ und „Island in the Sun“ wurden durch Harry Belafonte in aller Welt bekannt und vom Kautzener Chor stimmig umgesetzt. „Arnisi“ von Mikis Theodorakis handelt von der Vergeblichkeit manchen Tuns, im Duett fabelhaft dargeboten von Elisabeth Schiansky und Engelbert Pöcksteiner. Mit dem Gospelsong „Oh Happy Day“ bot Hannes Wanko einen exzellenten Soloauftritt. Vlastimil Burkart begleitete den Chor am Klavier, rhythmische Beiträge leistete der Wiesmadener Trommelbauer Reinhard Puchinger mit Rahmentrommel und Djembé.

Volkslieder bildeten Schwerpunkt der Gäste

Beim Stadtchor Eggenburg dominierte die Quote der weiblichen Stimmen bei weitem die ihrer männlichen Pendants, was aber den musikalischen Wohlklang nicht beeinträchtigte. Chorleiterin Andrea Straßberger und ihre Sänger legten den Schwerpunkt der Liedauswahl auf alte und neue Volkslieder, die großteils von Melancholie, innigem Liebesempfinden, Trennungsschmerz durchdrungen sind, wie etwa „I tram von mein Lebm“, „In Gedankn bin i bei dir“ oder „Gern ham tuat guat“.

Aber auch Humoristisches wurde zum Besten gegeben mit dem Lied „Es zwickt und es zwackt mi“, einer Schilderung des Körpergefühls eines Hypochonders. Mit „Prši, prši“ („Es regnet, es regnet“) wurde ein slowakisches Volkslied wiedergegeben, in dem die einzelnen Silben der Wörter wie das Tropfen des Regens akzentuiert werden. Ohne Worte, nur mit einzelnen Silben wurde der „Zottelmarsch“ gesungen, zum Mitmarschieren einladend.

Am Schluss wurde es eng auf der Bühne, als beide Chöre gemeinsam sangen, unter anderem das durch die Everly Brothers bekannte „Bye Bye Love“ und Elvis Presleys „Can’t Help Falling In Love“.

Das Publikum im Saal des Marktplatz-Café-Restaurants war von den Darbietungen begeistert und erwirkte drei Zugaben.