Nicht nur Handwerk wird seit 30 Jahren bewahrt. Fotomontagen, die altes Handwerk zeigen, wären ursprünglich für das „Lebende Heimatmuseum“ vorgesehen gewesen. Das erzählt Franz Perzi, maßgeblich an der Gründung beteiligt, bei der 30-Jahres-Feier am Samstag (5. Oktober) des wichtigen Kleinods geschichtlichen Wissens.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 06. Oktober 2019 (11:29)

Eine andere, viel anschaulichere Idee sei erst später, aber rechtzeitig vor der Eröffnung gekommen: „Fragen wir doch jemanden, der das noch kann!“ Nämlich: altes Handwerk ausüben.

Das „Lebendige“ im Namen des Heimatmuseums drückt das aus – und ist ihr schlagendes Herz. Handwerker kommen regelmäßigen im oberen Stock des Hauses zusammen, um zu zeigen, wie man früher gearbeitet hat. Alles stand zwar nach der Jubiläumsfeier, das in der Schule über die Bühne ging, still.

"Möchte das Forcieren"

Aber die griffbereiten Hilfsmittel bei der Töpferscheibe, der halb fertige Schuh oder Teppich zeigen, dass dort fleißig gewerkt wird. Die Idee des Handwerkens im Museum, um es bewahren zu können, sei dann von einigen kopiert worden, erinnert sich Perzi.
„Ich möchte das Forcieren, vielleicht weiterhin mit Gasthandwerkern, so wie wir’s heuer schon gemacht haben“, will Obfrau Gerda Kohlmayr die ursprüngliche Stärke des Museums ausbauen. 

Was zurzeit dort zu sehen ist, an welcher Stelle großer Jubel beim Festakt entbrannte und was in den 30 Jahren des Bestehens geschah, lesen Sie ab Mittwoch in der NÖN.