Erstellt am 07. März 2018, 05:32

von Thomas Weikertschläger

Ludweis-Aigen: Gemeinderäte proben Aufstand . Ludweiser Gemeinderat verschob gleich drei Punkte von Tagesordnung und will weitere Angebote einholen.

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Wenn elf von 13 anwesenden Gemeindemandataren einen Sitzungssaal verlassen, ist das meist ein schlechtes Zeichen – nicht so in Ludweis, da wurde die Gemeinderatssitzung dennoch weiter geführt. Was war passiert?

Besprochen wurde die geplante Sanierung des Pfarrstadels in Ludweis. Dabei sollen zwei Fenster im Schankbereich, sechs weitere Fenster sowie die Tür im Eingangsbereich getauscht werden. Da in den bisher eingegangenen Angeboten verschiedene Türformen (mit Rundbogen, gerade Türen, gerade Türen plus fixem Rundbogenelement) angeboten wurden, seien die Angebote nicht vergleichbar. Daher solle sich der Gemeinderat vor Vergabe entscheiden, welche Lösung man eigentlich wolle, lautete der Einwand.

Sitzungspunkte verschoben

Elf Mandatare (zwei fehlten entschuldigt, Bürgermeister Helmut Schuecker und Rosemarie Schuecker, beide ÖVP, blieben im Saal) machten sich dann unter Leitung von Vizebürgermeister Alfred Fasching (ÖVP) zu einem „Lokalaugenschein“ in den Pfarrstadl auf, um die bestehende Tür genau unter die Lupe zu nehmen. Dann wurde beschlossen, vergleichbare Angebote für eine Tür mit fixem Rundbogenelement einzuholen, der Tagesordnungspunkt wurde auf die nächste Sitzung verschoben.

Ähnlich erging es auch zwei weiteren Punkten. Zunächst wurde die Sanierung des Löschteichs in Radessen besprochen. Der Löschteich soll geräumt werden, die Betonwand saniert und der Zaun erneuert werden. Da allerdings bisher nur ein Angebot für alle zu bewerkstelligenden Arbeiten eingetroffen ist, will der Gemeinderat nun weitere Firmen zur Angebotslegung einladen.

Ebenfalls verschoben wurde die Beschlussfassung über die dringend notwendige Sanierung des Gartenzauns beim Arzthaus. Hier soll auf einer Länge von rund 30 Metern der Zaun erneuert werden. Dafür liegt ein aktuelles Angebot für einen Alu-Lattenzaun vor. Da auch die Errichtung eines Zauns aus Lärchenholz im Raum steht (ein zwei Jahre altes Angebot liegt vor), wurde der Punkt ebenfalls mit der Begründung, zu überlegen, welche Lösung eigentlich gewünscht sei, verschoben.