Ortskreuz erstrahlt neu. Dorferneuerungsverein Merkengersch und Franz Müssauer legten Hand an.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 26. Juli 2020 (05:34)
Das Ortskreuz in Merkengersch erstrahlt nach einer Sanierung im neuen Glanz. Auch die Inschrift aus dem Jahr 1831, die an den Stifter des Kreuzes, Andreas Lengenfelder, erinnert, wurde erneuert.
privat

Das bereits 189 Jahre alte Merkengerscher Ortskreuz erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Das Ortskreuz in Merkengersch erstrahlt nach einer Sanierung im neuen Glanz. Auch die Inschrift aus dem Jahr 1831, die an den Stifter des Kreuzes, Andreas Lengenfelder, erinnert, wurde erneuert.
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Die Verwitterung des Steins und verblasste Christus- und Madonnenbilder boten inzwischen einen wenig attraktiven Anblick. Darum organisierte der Dorferneuerungsverein Merkengersch die Restaurierung des Ortskreuzes.

Entscheidung zwischen Eigenregie und Fachfirma

Man überlegte eine Sanierung über eine Firma oder den Versuch in Eigenregie. „Wir probierten, das Granit-Hochkreuz mit einem Industriehochdruckreiniger zu säubern, und das gelang ganz gut“, erzählt Dorferneuerungsvereins-Obfrau Renate Müller.

Franz Müssauer malte Madonnenbild und Blechschnittchristus neu

Der ehemalige Bäcker- und Konditormeister aus Waidhofen und in Merkengersch ansässige Franz Müssauer erklärte sich bereit, den Blechschnittchristus und das Madonnenbild neu zu malen. Das sei eine Arbeit für die Winterzeit gewesen, meint Müssauer.

Leidenschaftlicher Hobbymaler seit der Kindheit

Der passionierte Hobbymaler malt schon seit seiner Kindheit. Bereits in den 1970er-Jahren übte er bei Maler Franz Dörrer das Portraitmalen. Viele Jahre besuchte er einen Kurs in Mallnitz in Kärnten bei einem Vortragenden aus Kopenhagen.

Franz Müssauer malte über die Wintermonate das Christus- und Madonnenbild neu.
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Müssauers Stärken sind Aquarell- und Ölgemälde sowie Bleistiftzeichnungen. Vor rund 40 Jahren malte er auch schon das Christus- und das Madonnenbild für das Kreuz. Jetzt erneuerte er die Bilder. Der Künstler gestaltete einen sehr ausdrucksstarken Jesus und ein wunderbares Madonnenporträt. „Wir bedanken uns sehr herzlich für diese Arbeit und das Engagement“, ist Renate Müller froh über den unentgeltlichen Einsatz.

Auch die Inschrift aus dem Jahre 1831 wurde erneuert. Sie erinnert an den Stifter des Kreuzes, Andreas Lengenfelder. Er stammte aus dem jetzigen Haus Nummer 4 (Familie Mödlagl).

Segnung soll nachgeholt werden

Besonders dankbar ist man auch über den Einsatz von Elfriede Bauer. Sie pflegt die Anlage mit ihrer Familie schon seit mehr als 30 Jahren. Die feierliche Segnung konnte wegen der Corona- Krise bis jetzt noch nicht stattfinden, soll jedoch sobald wie möglich nachgeholt werden.