Waidhofner am Frequency: „Es ist für jeden was dabei“. Was macht das große Festival aus? Nicht nur Zeltparty, erzählt ein Gast, sondern vor allem die Live-Auftritte.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 21. August 2019 (05:09)
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Kerstin Oberbauer (l.) war gemeinsam mit Tanja Rößler aus Vitis (r.) am Frequency und traf dort auf die Festival-Besucher Mario, Martina, Hannah und Christopher aus Graz

Wie fühlt sich der Tag nach einem Musikfestival an, das das ganze lange Wochenende über stattfand? Der Veranstalter des „FM4 Frequency“-Festivals in Sankt Pölten postet auf Instagram ein Bild: Ein junger Mann sitzt auf einer Parkbank, hält etwas zum Essen in seiner linken Hand – und schläft gerade ein. Robert Schmid dürfte es da besser gehen, wie die NÖN nach einem Telefonat am Montag feststellte.

„Ich habe gar nicht so wenig geschlafen, wie ich befürchtet habe“, erzählt der 21-Jährige aus Dobersberg. Schmid reiste schon am Mittwoch wegen der Live-Auftritte an. „Es gibt genügend Leute, die nur wegen des Zeltplatzes kommen“, ist das Feiern für ihn nicht vorrangig. Er war zum zweiten Mal dort.

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Robert Schmid beim „FQ19 Flunkyball World Championship“: Die Flasche traf er zielsicher.

Der deutsche Rapper „Alligatoah“, die seit 1986 bestehende US-Band „The Offspring“ und Billie Eilish sprachen ihn an. Die Singer-Songwriterin galt als „heimliche“ Headlinerin, so gut kam die 18-Jährige an. „Da waren extrem viele Leute. Sie war ein Wahnsinn.“ Schmid war mit einer zwölfköpfigen Gruppe vor Ort. Sie waren bestens ausgerüstet.

Die aus Holz gebastelte Kühlkiste fehlte nicht, ebenso nicht eine Musikbox, dazu Licht für die Nacht. Und: „Ganz wichtig sind Jollykarten“, betont er. 500 Partien absolvierten die Festivalfans, wenn sie ihre Ohren schonen wollten. Oder er beteiligte sich beim „FQ19 Flunkyball World Championship“, einem Trinkspiel.

 Großteils friedlich

 Die Rotkreuz-Delegation aus Waidhofen hatte aber (in Anbetracht des Alkoholkonsums) keine großen Einsätze. 150 Behandlungen bewältigten die Sanitäter an zwei Tagen, meist Abschürfungen, Schnittwunden oder Kreislauf-Beschwerden. Friedlich ging großteils das Fest über die Bühne.

„Die Leute sind immer super drauf. Du kannst zu jedem hingehen und tratschen. Die Pro bleme des Alltags verschwinden einfach“, erklärt Schmid. „Es ist für jeden etwas dabei, was das Line-up betrifft: Hiphop, Rock, Drum&Bass.“

RK
Waidhofen im Einsatz beim Frequency (v.l.): Dominik Gratzl, Christoph Lauscher, Fabian Richter, Kurt-Jürgen Göbl, Florentina Bogg, Elisabeth Messinger-Zuser und Alexandra Sačić (beide Rotes Kreuz St. Pölten).

Die Organisation lief wie am Schnürchen „und sie haben sie auch verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Die Green Stage war größer, das hat man vom Platz her gemerkt.“ Das Team habe für eine fließendere Ankunft einen zweiten Zugang zum Campingplatz eingerichtet.

Der Dobersberger kann sich gut vorstellen, 2020 wieder Frequency-Gast zu sein. Er kennt schon das kleine Line-up: Bilderbuch und AnnenMayKantereit sprechen ihn schon mal an.

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