Caritas: Helga Tersek erhielt Laufenten zum Abschied. Mit jeder Menge Glückwünschen und einem besonderen Geschenk als Überraschung wurde die regionale Pflegeleiterin der Caritas für das Waldviertel, Helga Tersek aus der Gemeinde Waidhofen-Land, am Donnerstag im Gasthaus Haidl in Thaya in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolge tritt die Martinsbergerin Kornelia Salzer an.

Von Michael Schwab. Erstellt am 15. November 2019 (11:27)

Tersek hatte 1991 ihre berufliche Karriere bei der Caritas in der Sozialstation Raabs-Karlstein als Einsatzleiter-Stellvertreterin begonnen. Die Hauskrankenpflege war damals bei weitem nicht so verbreitet und alltäglich wie heute, alle steckte noch in den Kinderschuhen. Mangels Büro fanden Dienstbesprechungen zu Hause statt, auf Terseks privatem Anrufbeantworter lief eine Caritas-Ansage. Die Familienmitglieder wurden kurzerhand ebenfalls als Mitarbeiter eingespannt.

1998 wechselte Tersek an die Sozialstation Waidhofen. Zwei Jahre später wurde die regionale Pflegeleiterin für das Waldviertel. Seit damals wuchs die Mitarbeiterzahl in der Hauskrankenpflege stetig an, allein von 2011 bis 2019 wurden es um 80 Mitarbeiter mehr. Mit 31. Dezember wird nach 29 Jahren bei der Caritas, davon 19 als Pflegeleiterin, dieser Lebensabschnitt für Tersek zu Ende sein.

Nachfolgerin Kornelia Salzer: „Fühlte mich bei Caritas gleich zu Hause

„Ich blicke stolz, dankbar und zufrieden zurück. Nun ist es Zeit, Neues zu wagen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen“, sagte Tersek, die von ihren Kollegen für ihren Humor und ihre positive Lebenseinstellung geschätzt wurde. Ihr Credo war stets: Geht es den Einsatzleitern gut, funktioniert auch die Arbeit in den Sozialstationen gut.

Ihre Nachfolge übernimmt die 32-jährige Kornelia Salzer aus Martinsberg (Bezirk Zwettl). So wie Tersek ist Salzer diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nach ihrer Ausbildung am Landesklinikum Zwettl arbeitete sie von 2007 bis 2008 bei Service Mensch, anschließend wechselte sie zum NÖ Hilfswerk. Nach der Geburt ihres Sohnes und der Karenz war Salzer seit 2016 wieder beim Hilfswerk tätig. Parallel zu ihrer Berufstätigkeit absolviert sie die Ausbildung Pflegemanagement an der Donauuni Krems.

Zur Caritas kam sie 2018 als Einsatzleiter-Stellvertreterin in der Sozialstation Grafenschlag. „Ich fühlte mich bei der Caritas gleich zu Hause. Die Hauskrankenpflege ist für mich die Königsdisziplin der Pflege. Man kommt mit sozialen Situationen in Berührung, von denen man glaubt, es gibt sie nicht mehr. Was mich besonders fasziniert ist das Leuchten in den Augen, sowohl bei den Patienten, als auch den Angehörigen. Es ist schön, diese Dankbarkeit zu spüren“, betonte Salzer bei der Feier.

Laufenten als Abschiedsgeschenk

Sie übernahm mit 21. Oktober alle Agenden von Tersek. Zum Abschied von der scheidenden Pflegeleiterin überbrachten die Kollegen Geschenke und Glückwünsche. Tersek hatte im Vorfeld auch schon geahnt, dass Regionalleiter Erwin Silberbauer irgendeinen Schabernack treiben könnte. „Da du ja einen Schwimmteich besitzt, haben wir uns etwas einfallen lassen, und du bekommst von uns zwei Laufenten geschenkt“, verkündete Silberbauer und überreichte Tersek einen Käfig.