Willi Meller sammelte Brillen für Afrika. Busunternehmer Willi Meller sammelte bis jetzt 400 Brillen. Aktion läuft weiter, Brillen noch können gespendet werden.

Von Michael Schwab. Erstellt am 04. Dezember 2019 (04:52)
Christoph Meller (Mitte) mit Katharina und Julia Kapinus beim Sortieren der gespendeten Brillen.
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„Die ist ja noch so schön. Kann die nicht jemand anderer noch brauchen?“ fragte Dominik Meller, Sohn des Busunternehmers Wilhelm Meller, seinen Vater, als dieser seine alte Lesebrille wegwerfen wollte.

Dieser Satz war der Auftakt für ein Projekt, durch das mittlerweile um die 400 alte Brillen für einen guten Zweck gesammelt und an das Blindenapostolat in Wien übergeben werden konnten. „Als mein Sohn das gesagt hatte, habe ich sofort gegoogelt, ob es eine Brillensammlung gibt. Dabei bin ich auf das Projekt ‚Brillen ohne Grenzen‘ gestoßen“ erzählt Meller. Die Verantwortlichen seien sofort begeistert von der Idee gewesen: „Ich habe dann einen Aufruf auf unsere Facebook-Seite gestellt, dass die Leute, die mit unseren Bussen mitfahren, ihre alten Brillen spenden sollen.“

Die Aktion lief auf Anhieb gut an, die Buskunden überreichten reihenweise Brillen an die Busfahrer. „Es stellte sich heraus, dass die wenigsten Leute ihre alten Sehhilfen wegschmeißen, wie ich es tun wollte. Sie haben eine gewisse emotionale Bindung zu ihren alten Brillen, die ihnen gute Dienste geleistet haben“, sagt Meller.

In Afrika seien Sehbehelfe oft nur schwer zu bekommen oder für die Bevölkerung schlicht unerschwinglich. Das Blindenapostolat will hier gegensteuern und den Menschen dringend benütigte Brillen zur Verfügung stellen. Heuer wurden insgesamt bereits rund 19.000 Gläser abgegeben.

200 Brillen im ersten Anlauf gesammelt

Mellers Sammelaktion brachte im ersten Anlauf 200 Brillen. Christoph Meller beteiligte sich fleißig beim Sortieren. Dann herrschte kurz Flaute, und man wollte die Aktion schon abschließen, als plötzlich wieder Menschen kamen und weitere Brillen brachten. Passend zu Weihnachten hat Wilhelm Meller die Aktion verlängert und hofft auf weitere Spenden.