Mehr Haushalte heizen mit Holz. Fernwärme-Netz erweitert: Vier zusätzliche Haushalte sind nun angeschlossen.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 10. Dezember 2019 (13:59)
Freuen sich über das erweiterte Fernwärme-Netz (v.l.): Obmann-Stellvertreter Reinhard Kellner und Obmann Franz Fischer (Fernwärme-Genossenschaft), Postenkommandant Gerhard Piffl und Hausbesitzer Gerhard Hirsch.
privat

Die Fernwärme-Genossenschaft (FWG) hat jenes Haus am Hauptplatz, in dem die Polizei stationiert ist, an ihr Netz angeschlossen – und darüber freut sich Obmann Franz Fischer besonders. Das sei nämlich erst nach einem Eigentümerwechsel möglich gewesen.

„Das war bis vor zwei Jahren mit der BIG unmöglich. Wir sind gegen Mauern gerannt“, erzählt FWG-Obmann Franz Fischer. Die Bundesimmobiliengesellschaft war der Besitzer. Gerhard und Werner Hirsch aus Mold (Bezirk Horn) haben mittlerweile das Gebäude gekauft.

„Es ist ein Unterschied, ob das Öl aus Saudi-Arabien kommt oder ob mit unserem Holz geheizt wird.“ Franz Fischer über den Wert der Fernwärmeanlage

„Die Brüder Hirsch haben mich sofort kontaktiert.“ Postenkommandant Gerhard Piffl habe sie auf das Raabser Heizwerk aufmerksam gemacht. „Wir haben das miteinander geschafft“, ergänzt Fischer. Es sei naheliegend gewesen, den Glasfaserausbau zur Verlegung der Wärmeleitung zu nützen.

Das Gebäude hat drei Stockwerke und umfasst 250 Quadratmeter je Etage, im mittleren Trakt arbeiten die Polizeibeamten. Ganz früher war dort das Bezirksgericht untergebracht. Das obere Geschoss soll mit Wohnungen und/oder Büros belebt werden. „Durch den Glasfaseranschluss alleine ist die Immobilie schon aufgewertet“, ist Fischer überzeugt.

Die weiteren FWG-Neuzugänge sind zwei Privatpersonen und der Spar-Markt am Hauptplatz: Das Haus steht im Besitz der Raiffeisen-Lagerhaus Waidhofen eGen. „Die Arbeiten sind praktisch abgeschlossen, auch für das Glasfaser“, informiert Fischer, der auch Vizebürgermeister der Stadt ist. „Wir haben 100.000 Euro für die vier Anschlüsse investiert.“ 80 Prozent der Summe sei an heimische Firmen vergeben worden. „Das Einzige, was man nicht machen kann, ist der Leitungsbau: Da gibt’s keine heimische Firma dafür.“

Das Leitungsnetz besteht damit in Raabs, „jetzt geht es nur mehr um Netzverdichtung“. „Wir ersetzen im Jahr 600.000 Liter Heizöl“, betont Fischer den Fernwärmewert, „Es ist ein Unterschied, ob das Öl aus Saudi-Arabien kommt oder ob mit unserem Holz geheizt wird.“