Hochwasserschutz für Weißenbach wird 2020 fertig. Zwei neue Becken, die Sanierung zweier bestehender Becken und eine Investition von 872.000 Euro waren notwendig, um Gastern vor Hochwasser zu schützen. Ein weiteres Projekt in der Ortsmitte (Mödlaglgasse) steht in den Startlöchern, um eine letzte Lücke zu schließen. In Weißenbach befindet sich das erste von zwei Becken im Bau.

Von Michael Schwab. Erstellt am 28. November 2019 (08:22)

Anlässlich eines Besuches von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf nutzte die Marktgemeinde Gastern am Mittwoch die Gelegenheit, einen Überblick über die Schutzmaßnahmen zu geben.

Der Planer Christoph Gierlinger von der Planungsfirma ÖSTAP fasste die einzelnen Bauschritte zusammen. Im Herbst 2016 ging es mit dem größeren der beiden neuen Rückhaltebecken, das sich an der Grenze zur Katastralgemeinde Ruders befindet, los. Es hat ein Fassungsvermögen von 7.500 m3, und muss von einer Einzugsfläche von rund 60 Hektar pro Sekunde 2,4 m3 aufnehmen und auf 200 Liter pro Sekunde gedrosselt wieder abgeben.

Bestehende Becken wurden saniert

Das zweite der neuen Becken beim Ortseingang von Gastern ist etwas kleiner (5.350 m3), muss 1,6 m3 pro Sekunde aufnehmen und ebenfalls mit 200 Litern pro Sekunde wieder abgeben. Diese Zahlen beziehen sich, wie Gierlinger ausführte, auf ein statistisch alle 100 Jahre eintretendes Hochwasserereignis (HQ 100). Die beiden Becken wurde im August 2018 fertiggestellt.

Parallel dazu wurden die beiden bestehenden Rückhaltebecken in der Siedlung saniert, was rund 110.000 Euro kostete. Der Löwenanteil der Gesamtkosten entfiel auf die neuen Becken (762.000 Euro).

Weißenbach: Fertigstellung bis Herbst 2020

Heuer wurde in der Ortschaft Weißenbach, die ebenfalls hochwassergefährdet ist, mit der Umsetzung von Schutzmaßnahmen begonnen. Das erste der beiden vorgesehenen Rückhaltebecken befindet sich gerade im Bau, das zweite wird 2020 errichtet. Das größere der beiden Becken mit einem Fassungsvermögen von 3.090 m3 wird beim Brunnen errichtet. Bei einem HQ100 werden 1,4 m3/s auf 100 Liter pro Sekunde gedrosselt. Beim zweiten Becken im Norden mit 2.130 m3 Volumen sind die Anforderungen noch schärfer: 1,15 m3/s müssen auf 50 Liter pro Sekunde gedrosselt werden.

Die Becken in Weißenbach sollen bis Herbst 2020 fertig sein, und kosten rund 420.000 Euro.