Augasse in Karlstein nach zwei Jahren fertiggestellt. Knapp 900.000 Euro kostete die Sanierung auf 750 Meter Länge. Kanal, Wasser und Breitbandleitungen wurden mitverlegt und Anrainerwünsche berücksichtigt.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 03. Dezember 2020 (04:16)
Vizebürgermeister Matthias Kitzler, Bürgermeister Siegfried Walch sowie die Anrainer Hubert Maryschka und Ingrid Appl-Löffler in der sanierten Augasse.
Gerald Muthsam

Trotz der coronabedingt angespannten Finanzlage der Marktgemeinde Karlstein konnte die Sanierung der Au gasse in Karlstein heuer noch abgeschlossen werden.

Fast 900.000 Euro Sanierungskosten. Die Fahrbahn wurde auf einer Gesamtlänge von 750 Metern komplett erneuert, die Gesamtkosten betragen rund 894.000 Euro.

„Der Straßenzustand in der Augasse war schon jahrzehntelang schlecht, darum gab es auch schon länger die Überlegung, dass, wenn man die Fahrbahn wiederherstellt, man auch Kanal und Wasser mitverlegt“, erzählt Bürgermeister Siegfried Walch. „Zusätzlich wurde bei den Arbeiten auch die Breitband-Internetleitung verlegt.“

Baubeginn war bereits im Herbst 2018, heuer im Frühjahr gab es coronabedingte Verschiebungen, doch vor Kurzem konnte abschließend die Asphalt decke aufgebracht werden.

„Wichtig war uns, dass bei der Wiederherstellung die Anrainer miteingebunden werden“, sagt Bürgermeister Walch. „Es gab zwei Präsentationsveranstaltungen, bei denen sich die Anrainer mit ihren Wünschen einbringen konnten, und auf das wurde auch eingegangen.“

Verkehrsberuhigung durch wechselseitige Parkstreifen. Zur Verkehrsberuhigung wurden quer über die Fahrbahn Pflasterungen eingebaut. Damit nicht eine schnurgerade Durchzugsstraße entsteht, sind auch abwechselnd auf der rechten und linken Seite Parkstreifen entstanden.

„Die Gasse war vorher schon eine wirkliche Buckelpiste, und jeden Winter sind Stellen ausgebrochen, die irgendwie geflickt wurden“, erzählt Vizebürgermeister Matthias Kitzler. „Die Sanierung bedeutet für die Anrainer einen großen Qualitäts gewinn.“

Alle geplante Projekte trotz Einnahmen-Minus umgesetzt. Obwohl es heuer rund 15 Prozent weniger Einnahmen aus Ertragsanteilen gab, konnten alle Projekte in der Gemeinde abgeschlossen werden. „Für das besondere Jahr 2020 ist eigentlich viel geschehen,“ meint der Vizebürgermeister. „Die Augasse wurde fertiggestellt, der Kanal in Wertenau ist fertig, es gab die Bauplatzerschließung am Schlosshang, und vom Hochwasser waren wir auch betroffen.“

Bürgermeister Walch beklagt, dass zu den verringerten Einnahmen immer höhere Fixkosten kommen würden: „Letztendlich bleibt uns immer weniger übrig.“

Für das kommende Jahr ist die Wiederherstellung nach dem Kanalbau in Schlader sowie ein Abwasserkanal mit Kleinkläranlage inklusive Strom- und Breitbandverlegung in Eggersdorf geplant.