Trauer um Paul Seidl. Einer der bekanntesten und extrovertiertesten Künstler des Waldviertels, Paul Seidl, ist tot. Er verstarb am 28. Dezember im 72. Lebensjahr.

Von Edith Hofmann. Erstellt am 07. Januar 2020 (18:39)
Paul Seidl verstarb am 28. Dezember im Alter von 71 Jahren.
privat

Paul Seidl wurde in Wien geboren. Er absolvierte eine kunsthandwerkliche Ausbildung in Metallbearbeitung, war Gründungsmitglied des „Wiener Künstlerkreises“ und absolvierte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 1991 gründete er die „Kunstwoche Grafenschlag“ die er als Projektleiter betreute. Seit 1999 war er Mitglied des Künstlerverbandes Österreichischer Bildhauer.

"Paul Seidl war ein wunderbarer Mensch"

„Elementarverformungen“ nannte Paul Seidl seine Metallskulpturen, die er mit Wasser füllte und über offenem Feuer erhitzte. Es entstanden bizarre Skulpturen, Zufallsobjekte, die Seidl zu seltsamen Trompeten und Toninstrumenten verwandelte. Das Waldviertel war für ihn eine Inspirationsquelle für Feldforschung, Rauminstallation und Interaktion. Nicht nur die Natur, die Landschaftsräume der „Jahreszeiten“, auch die Menschen und die Künstler, die er in Aktion setzte, alles war miteinander verwoben.

„Paul Seidl war ein wunderbarer Mensch, der uns allen fehlen wird. Vor allem durch die Grafenschläger Kunstwoche hat er wichtige Impulse im Waldviertel gesetzt. Er war für mich und für viele andere Künstler eine wichtige Inspirationsquelle“, erinnert sich Günther Gross von der Kunstfabrik Groß Siegharts an seinen Kollegen.

Paul Seidl wird am 16. Jänner um 11 Uhr im Familiengrab am Stammersdorfer Zentralfriedhof beigesetzt.