Bürgermeister per Mail erpresst. Bürgermeister Robert Altschach sollte 2.000 Euro zahlen. Auch Spam-Mails wurden in seinem Namen versendet.

Von Michael Schwab. Erstellt am 17. April 2019 (06:00)
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2.000 Euro zahlen, sonst werden kompromittierende Informationen verbreitet, dies wurde Bürgermeister Robert Altschach in der Vorwoche per Mail angedroht. Zeitgleich wurden im Namen des Bürgermeisters und der Bediensteten der Stadtgemeinde Waidhofen gefährliche Spam-Mails versendet.

Die Mails forderten zur Bezahlung von Rechnungen auf und enthielten einen Link, unter dem man sich die Rechnungskopien ansehen könne. Auch der Waidhofner NÖN-Redaktionsleiter Michael Schwab erhielt eine solche Mailnachricht an seine private GMX-Mail-Adresse, wo diese jedoch automatisch im Spam-Ordner landete (siehe Faksimile). In der Signatur ist Altschachs Abfallverbands-Mailadresse angeführt. Als sich am Stadtamt die Meldungen über solche Mails häuften, reagierte die Stadtgemeinde mit einer Warnung auf ihrer Homepage und einer Presseaussendung, um die Bevölkerung auch über die Medien zu warnen.

"E-Mails enthalten einen Virus!"

„Die Betrüger verwenden die offiziellen E-Mail-Adressen der Stadtgemeinde für missbräuchliche Zwecke. Die Mails stehen in keiner Verbindung mit der Stadtgemeinde Waidhofen. Die E-Mails enthalten einen Virus, bitten löschen Sie diese umgehend!“, wird in der Aussendung gewarnt. Die EDV-Anlage der Stadtgemeinde stelle keine Sicherheitslücke dar, heißt es in der Aussendung weiter.

Altschach wandte sich nach Bekanntwerden der Vorfälle und Erhalt des Droh-Mails umgehend an die Polizei und erstattete Anzeige. „Mittlerweile habe ich von der Polizei erfahren, dass mehrere Personen in Niederösterreich eine solche Erpressungs-Nachricht erhalten haben“, berichtet Altschach am Montag. Inzwischen würden die gefälschten Rechnungsmails auch schon im Namen der Empfänger weiter verbreitet.

„Die Stadtgemeinde und der Abfallverband schicken grundsätzlich keine Rechnungen per Mail“, warnt Altschach.