Mit neuem Feuerwehrfahrzeug effizienter im Einsatz. HLFA 2 ersetzt bei Feuerwehr Waidhofen altes Rüstfahrzeug und Tanklöschfahrzeug. Mehr und bessere Technik erfordert weniger Mannschaft.

Von Michael Schwab. Erstellt am 16. April 2019 (14:36)
Michael Schwab
Bei der Vorstellung des neuen HLFA 2: Franz Preiß (Geschäftsführer Avia Eigl GmbH), Eveline Christian, Christian Dorner, Stadtamtsdirektor Rudolf Polt, Rainer Christ (Waldviertler Sparkasse Bank AG), Stadtrat Eduard Hieß, Raiffeisenbank Waidhofen Prokurist Christian Weinberger, Steuerberater Hanno Wobisch, Robert Wilfurt (Solarzelle Waldviertel), Hebert Ruby (Intersport Ruby), Reissmüller-Prokurist Johann Sauer, Bürgermeister Robert Altschach, Kommandant Christian Bartl, Volksbank-Regionaldirektor Andreas Schuster, TE Connectivity-Werksleiter Christian Zotter, Reissmüller-Prokurist Hubert Strasser, Thayapark Centerleiterin Silke Kahl, Ulrike Fitz und Zahnarzt Thomas Fitz.

Aus zwei mach eins – unter diesem Motto verkaufte die FF Waidhofen ein altes Rüstfahrzeug und ein altes Tanklöschfahrzeug, und schaffte statt dessen ein neues HLFA 2 (Hilfeleistungsfahrzeug mit Allradantrieb) an.

400.000 Euro kostete das auf Basis eines MAN-Lkws aufgebaute Fahrzeug, das Platz für sieben Mann Besatzung, 2.000 Liter Löschwasser und rund 400 Ausrüstungsgegenstände bietet und mit einem automatisierten Schaltgetriebe ausgestattet ist, um die Einsatzfahrer zu entlasten. Auch ein Lichtmast, ein Stromaggregat, hydraulisches Rettungsgerät, Pumpen, Motorsägen, diverse Werkzeuge sowie Ausrüstung für Lösch- und Schadstoffeinsätze sind an Bord.

"Tageseinsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten wird immer schwieriger"

„Der Ersatz der beiden Altfahrzeuge durch ein modernes HLF 2 macht die Wehr effektiver, es gilt, die gleiche Leistung mit weniger Mannschaft zu erbringen. Die Tageseinsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten wird immer schwieriger, daher ist zum Ausgleich mehr Technik notwendig, die von drei bis vier Mann bedient werden kann“, erklärte Kommandant Christian Bartl bei der Präsentation des Fahrzeugs für die Unterstützer der Feuerwehr.

Am 11. April wurde es aus Oberösterreich abgeholt, und kam noch am selben Tag bei einem Brandmelder-Alarm im Betriebsgebiet Ost zum Einsatz, der sich glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte. Eine weitere Neuerung bei der Waidhofner Wehr sind die in der Lehrlingswerkstatt der TE Connectivity hergestellten Rollcontainer zur Unterbringung und zum Transport von Ausrüstungsgegenständen.

Michael Schwab
TE Connectivity Werksleiter Christian Zotter, Bezirkssachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit Stefan Mayer. Kommandant-Stellvertreter Manfred Astner und Kommandant Christian Bartl mit einem der neuen Container.

Zwei Container sind bereits fertig, vier weitere folgen in Kürze. Ein Rollcontainer nimmt das übrig gebliebene Material der verkauften Fahrzeuge auf, in den anderen ist Ausrüstung für die Ölspur-Beseitigung oder Höhenrettungseinsätze untergebracht. Der Vorteil des Containersystems ist, dass die Container auch auf das Vorausfahrzeug geladen werden können, sodass beispielsweise zu einer Ölspur nicht mit einem großen Fahrzeug ausgerückt werden muss.

Die Container sind mit einem von den Lehrlingen entwickelten „Totmann-Bremssystem“ ausgerüstet und von einem Ziviltechniker auf ihre Sicherheit geprüft worden.