„Stimmen Für Afrika“: Spende für Krankenstation. Salif Nikiema will in seiner Heimat Burkina Faso eine Krankenstation bauen. Kameradschaft der Exekutive Zwettl unterstützt das 35.000 Euro teure Projekt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 30. September 2019 (04:16)
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500 Euro spendete die Kameradschaft der Exekutive Zwettl an „Stimmen für Afrika“ für den Bau einer Krankenstation: Gerald König, Adi Wais, Alfred Lugauer, Salif Nikiema und Markus Knapp.

Salif Nikiema will in seiner Heimat Burkina Faso mit dem Verein „Stimmen für Afrika“ eine Krankenstation bauen. Mit einer Spende von 500 Euro unterstützte ihn nun die Kameradschaft der Exekutive Zwettl bei seinem Vorhaben.

Es ist nach dem Brunnenbau (die NÖN berichtete) das zweite Projekt, das Salif in seinem Heimatort Dapélogo umsetzen will. Insgesamt sind dafür rund 35.000 Euro notwendig. 27.000 Euro wurden bereits gesammelt. Es gibt in dem Ort mit rund 36.000 Einwohnern keinerlei medizinische Versorgung. Die Behandlung erfolgt in dem westafrikanischen Staat auch bei Notfällen erst nach erfolgter Bezahlung. Nach Erhebung der Anamnese müssen von den Angehörigen die nötigen Medikamente und das Einwegmaterial selbst besorgt werden – mangels finanzieller Mittel und dem daraus resultierenden Zeitverzug sterben immer wieder Patienten.

Krankenstation ist erste Anlaufstelle

Die erste Anlaufstelle für alltägliche Krankheiten und leichtere Verletzungen sind in Burkina Faso kleine medizinische Zentren. Ein Solches soll durch das das Engagement von „Stimmen für Afrika“ nun in Dapélogo entstehen. „Das ist in etwa mit einer Ambulanz vergleichbar, in schwereren Fällen müssen die Patienten über weite Strecken ins Spital gebracht werden“, stellt Salif klar. Und das nicht etwa mit einem Krankenwagen – solche gibt es in Burkina Faso nicht – sondern privat, üblicherweise mit dem Fahrrad oder Mofa.

„Wir haben vor, zwischen Anfang und Mitte 2020 mit dem Bau zu beginnen. Der Großteil des Geldes, rund 30.000 Euro, werden für die Errichtung des Gebäudes benötigt, mit dem Rest unterstützen wir die Einrichtung der Krankenstation, wobei es allerdings so geplant ist, dass der Staat Burkina Faso für die Ausstattung und die Ärzte verantwortlich ist. Aber wenn wir mehr als das Minimum an Spenden haben, werden wir auch den Kauf der Ausstattung unterstützen“, erklärt Salif.

Die Bauzeit wird drei bis vier Monate betragen, die letzten vier bis fünf Wochen wird Salif vor Ort verbringen, um den Projektabschluss persönlich zu betreuen. „Es ist auch für mich erstaunlich, wie man mit vergleichsweise geringen Summen schon viel erreichen kann“, sagt Salif. Seine Adoptiveltern, die Familie Gudenus, haben inzwischen fleißig Bettwäsche und Handtücher gesammelt: „Wir haben derzeit 25 Bananenkisten voll“, erzählt Pia Gudenus.

Spenden und Sponsorgelder können auf folgendes Konto überwiesen werden: Raiffeisenbank Waldviertel - Mitte: Stimmen für Afrika, IBAN AT25 3299 0000 0000 9233, BIC: RLNWATWWZWE.