Kassenarzt-Stelle gerettet

Gestrichene Arztstelle von Astrid Karimian-Namjesky in Waidhofen kann voraussichtlich besetzt und somit erhalten bleiben.

Erstellt am 27. Oktober 2021 | 16:27
Ortsrepo KW24
Symbolbild
Foto: Symbolfoto/Bilderbox

Alles zu tun, um die vierte Kassenarzt-Stelle in Waidhofen wieder zu besetzen – dazu ermächtigte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 20. Oktober Bürgermeister Josef Ramharter (ÖVP).

Zur Vorgeschichte: Nachdem die Hausärztin Astrid Karimian-Namjesky ihre Ordination mit 30. Juni dieses Jahres geschlossen hatte, war die freie Arztstelle zunächst durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bzw. die Ärztekammer ausgeschrieben gewesen. Doch da sich keine geeigneten Bewerber fanden und außerdem laut Rechnung der ÖGK ohnehin kein dringender Bedarf nach einer vierten Hausarztordination in Waidhofen bestehe – man setzt hier einen Schlüssel von 2.500 Einwohnern pro Arzt an – wurde die Stelle „ruhend“ gestellt.

Ärzte warnen in Schreiben vor Versorgungslücken

Ärzte aus Waidhofen und umliegenden Gemeinden warnten in einem Schreiben davor, diese Stelle unbesetzt zu lassen. Die Berechnungsformel der ÖGK greife zu kurz, da auch in den angrenzenden Gemeinden Ärztemangel herrsche und Patienten daher gezwungen seien, nach Waidhofen auszuweichen. Außerdem stünden in absehbarer Zeit einige Pensionierungen an.

Der einstimmige Ermächtigungsbeschluss blieb nicht ungehört: Nur einen Tag später fand eine Videokonferenz zwischen Ramharter, dem zuständigen Landesrat Martin Eichtinger und dem ÖGK NÖ Landesstellen-Ausschuss-Vorsitzenden Norbert Fidler statt. Darin wurde dem Bürgermeister zugesichert, die Stelle sofort wieder auszuschreiben, wenn die Stadtgemeinde einen Bewerber an der Hand hat.

Interessentin wurde bereits gefunden

In dieser Hinsicht könnte es gut aussehen. „Wir haben bereits eine Interessentin, die im nächsten Jahr die Ordination übernehmen könnte“, sagt Ramharter.

„Mit dieser Lösung bleibt die wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Waidhofen sichergestellt“, bestätigt Landesrat Eichtinger, der die Videokonferenz einberufen hatte. Sobald es eine fixe Zusage der Kandidatin gäbe, könnten die weiteren Schritte sehr schnell erfolgen.