Weihnachtstheater: Komm ins Wunderland!

Erstellt am 01. Dezember 2022 | 06:52
Lesezeit: 3 Min
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Ewald Polacek mit dem hervorragenden TAM-Ensemble: Birgit Höllrigl-Kases, Iris Kases, Beatrice Hein, Sonja Deimling, Inge Rosenauer, Elisabeth Datler, Marlies Kases, Willi Kainz, Helga Reiter, Christine Reiterer, Annemarie Brunner, Roland Kases, Anja Kases, Katharina Wobisch, Adele Schaden und Eva Liebhart.
Foto: Edith Hofmann
Kostüme und schauspielerische Leistungen begeistern Besucher jeder Altersgruppe in Waidhofen/Thaya. Weitere Vorstellungen am 3. und 4. Dezember.

Eine — vor allem an Kostümen — aufwendige Weihnachtsproduktion wird mit „Alice im Wunderland“ (das Kinderbuch des britischen Schriftstellers Lewis Carroll erschien erstmals 1865) im Theater an der Mauer präsentiert. Premiere war am 26. November.

Wer die fiktive Geschichte von „Alice im Wunderland“ kennt, der wird sich fragen, wie es möglich ist, diese auf der kleinen TAM-Bühne, ohne Drehbühne oder andere großartige technische Möglichkeiten, darzustellen. Hier zeigt sich die langjährige Erfahrung, die Principal und Regisseur Ewald Polacek mitbringt. Er wählte gezielt einige Szenen aus, die den gesamten Inhalt der Geschichte repräsentativ erzählen und lässt durchaus auch seine eigene Fantasie ein wenig einfließen.

Die Rolle der Alice ist mit Marlies Kases hervorragend besetzt. Sie versteht es, die kleinen und großen Besucher in ihren Bann zu ziehen, sie zu Begleitern ihrer Abenteuer werden zu lassen und mit ihr in die Welt der Fantasie abzutauchen. Einmal mehr legt sie einen Beweis ihres großen, schauspielerischen Könnens ab.

Ihr zur Seite stehen erfahrene Ensemblemitglieder wie Christine Reiterer, die sich als „verrückter Hutmacher“ bewährte, oder die „Herz-Königin“ (Elisabeth Datler), die mit ihrem „Kopf ab“ auch noch durch das Stiegenhaus bedrohlich klingt. Begleitet wird Marlies Kases durch den gesamten Abend vom weißen Kaninchen (Roland Kases), der sich auch in jede Rolle mit viel Herzblut einarbeitet. Ausdrucksstärke beweist Sonja Deimling als Schildkröte.

„Was mich in dieser Produktion besonders freut, ist, dass die jungen Schauspieler mit den erfahrenen gemeinsam auf der Bühne stehen“, betont Ewald Polacek und verweist auf die wichtige Ausbildungsarbeit von Christine Polacek-Eisner in der Kinder- und Jugendtheaterwerkstatt.

Ein besonders Lob ist Adele Schaden auszusprechen, die für die Kostüme im Theater an der Mauer verantwortlich zeichnet. Auswahl und Umsetzung passen perfekt in die bunte Fantasiewelt der „Alice“, sind von Ideenreichtum und gekonnter Ausführung getragen. Schon allein dafür lohnt sich ein Besuch des Theaters.

„Alice im Wunderland“ kann noch am Samstag, 3. und Sonntag, 4. Dezember, jeweils um 17 Uhr besucht werden. Reservierungen unter Tel. 028942/52955 erforderlich.