Reissmüller feierte 70. Geburtstag mit Showprogramm. Mit einer großen Feier beging die Waidhofner Baufirma Reissmüller am Freitagabend ihr 70-jähriges Firmenjubiläum.

Von Michael Schwab. Erstellt am 01. Oktober 2019 (13:09)

1949 legte Rudolf Reißmüller in Dobersberg mit 15 bis 20 Beschäftigen den Grundstein für das heute 140 Mitarbeiter zählende Bauunternehmen, das heute, wie Bürgermeister Robert Altschach beim Festakt betonte, „zu Waidhofen gehört wie die Kirche und das Rathaus.“

1951 wurde die Firma nach Waidhofen verlegt. Zunächst waren Büro (Niederleuthnerstraße 23) und Lagerplatz (Berggasse 6) noch getrennt. 1953 wurde das Geschäftsfeld um den Baustoffhandel erweitert, und ein zweites Büro in der Wiener Straße 38, sowie ein zweiter Lagerplatz in der Wiener Straße 45 eingerichtet – dem späteren heutigen Standort. 1962 wurde das Platten- und Fliesenlegergewerbe ins Unternehmen integriert, 1965 erfolgte die Übersiedelung an den heutigen Standort mit einem Büroneubau. 1972 wurde die Zimmerei neu gegründet und ins Unternehmen eingegliedert.

Richard Grün musste Fass jonglieren

1992 wurden die ersten Häuser in Holzriegelbauweise realisiert, 1998 das Thayatal-Haus am Markt eingeführt. Doch dann gab es Probleme. Das Wiener Bauunternehmen Sedlak, das schon länger auf der Suche nach einem Partner war, trat als Retter in der Not auf. „Wir wollten etwas tun, und haben das gesamte Team übernommen. Man brachte frischen Wind hinein, und es funktionierte sehr rasch sehr gut“, erinnerte sich Wilhelm Sedlak. Man habe den Mitarbeitern mehr Freiheiten als üblich beim Arbeiten gegeben, und der Erfolg habe der Strategie recht gegeben.

Seit 2008 ist Reissmüller eine 100%-Tochter der Wilhelm Sedlak GmbH. Wieder auf Erfolgskurs, waren das Ziegelmassivhaus „Modul-Haus“, der Ausbau der Zimmerei, das erste frei finanzierte Wohnbauprojekt und die Eröffnung von Niederlassungen in Karlstein und Krems weitere Meilensteine der Firmengeschichte.

Geschäftsführer Richard Grün ging in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Lehrlingsausbildung – derzeit werden bei Reissmüller 18 ausgebildet – ein, die gerade wegen des Aufschwungs in der Baubranche wesentlich sei: „Wir müssen unsere Arbeitskräfte selbst ausbilden. Man kann nicht einfach schnipp machen, und die Leute sind da.“

Aus diesem Grund wurden auch drei Lehrlinge auf die Bühne geholt, die Gleichensprüche aufsagten und über ihre Lehre bei Reissmüller sprachen. Auch langjährige Mitarbeiter wurden geehrt. Andy Marek moderierte den kurzweiligen Festakt mit mehreren Showblöcken, bei denen auch Richard Grün unfreiwillig als „Richard Green-The Machine“ von Marek auf die Bühne geholt wurde und versuchen musste, ein Fass mit den Füßen zu jonglieren.