Ehe mit Sex-Sklavin endete vor Gericht. Waldviertler (46) wurde von einem Kremser Schöffensenat von schweren Missbrauchsvorwürfen der Noch-Gattin freigesprochen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 23. Juni 2020 (08:53)
Symbolbild
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Ein duldsames und unterwürfiges Frauchen suchte ein 46-Jähriger mit dominanter Neigung im Internet, und er wurde auf einschlägigen Seiten auch fündig: Er fand eine willige Polin, und nach einem intensiven Video- und Chat-Verkehr über Monate, in dem die jeweiligen sexuellen Vorlieben abgeklärt wurden, trafen sich die beiden in Wien. Ein Arrangement wurde getroffen: Die Polin spielte für 5.000 Euro im Monat das devote und willige Blondchen. „Du bezahlst jemanden für Sex und du bekommst eine Art Beziehung auf Zeit“, beschrieb es der 46-Jährige vor Gericht.

Der Gmünder Rechtsanwalt Robert Schwarz plädierte auf einen Freispruch.
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Er habe die Frau geheiratet und mit ihr im Waldviertel eine Familie gegründet. Das Eheleben mit zwei gemeinsamen Kindern habe die ersten Jahre funktioniert, später hätten sich Probleme eingeschlichen: „Dann ist sie mit den Kindern in ihre Heimat abg’haut. Sie wurde wegen Kindesentführung verurteilt, es kam zu einem Obsorgestreit, der darin gipfelte, dass sie Missbrauchsvorwürfe gegen mich erhoben hat“, erzählte der 46-Jährige und beteuerte seine Unschuld zu den Vorwürfen der Nötigung, Vergewaltigung und fortgesetzter Gewaltausübung. Nach einem umfangreichen Beweisverfahren wurde der Mann rechtskräftig freigesprochen.