Dylan-Songs re-loaded: "Singt besser als Bob Dylan". Vier Musiker mit einem Faible für Bob Dylan begeisterten mit dessen Liedern aus den Siebzigerjahren.

Von Monika Freisel. Erstellt am 22. September 2019 (04:07)
Monika Freisel
Einen Abend mit Songs von Bob Dylan boten Stephan „Stoney“ Steiner, Peter Beinhofer, Gernot Feldner und Martin „Tino“ Mixan im Projekt „Please, Mrs. Henry“.

Eingefleischte Fans von Bob Dylan ließen sich von kühlen Waldviertler Nächten nicht davon abhalten, ein als „A Tribute To Bob Dylan“ angelegtes Konzert im 9er Haus zu besuchen. Eingehüllt in vom Verein 9er Haus re-loaded bereitgelegte warme Decken konnten die Besucher am Samstagabend die Darbietungen der Band „Please Mrs. Henry“ dann auch entspannt genießen. Die vier Musiker heizten Temperatur und Stimmung durch ihre großartige Darbietung der Songs des US-amerikanischen Singer-Songwriters, Country-, Blues-, Gospel-, Folk- und Rockmusikers und überdies Literaturnobelpreisträgers Bob Dylan noch zusätzlich auf. Drei der vier Bandmitglieder sind auch Teil der Folk-Rock-Band „Harlequin’s Glance“.

Bandleader, Sänger, Gitarrist und – wie Dylan – Hutträger Gernot Feldner, der laut Vereinsobmann Werner Neiger „jedenfalls besser singt als Bob Dylan“, der virtuose Peter Beinhofer am Akkordeon, Martin „Tino“ Mixan, souverän am Bass, und der fantastischen Stephan „Stoney“ Steiner an der Violine hatten an die zwanzig Dylan-Songs hauptsächlich aus den Siebzigerjahren ausgewählt und präsentierten die Stücke auf ihre eigene, sehr authentische Art und Weise.

Monika Freisel
Der stets zu Späßen bereite Bandleader Gernot Feldner konnte - in die Musik versunken - auch sehr nachdenklich sein.

Mit „If you gotta go, go now“ forderten sie das Publikum erstaunlicherweise gleich zu Beginn auf zu gehen, wenn es gehen will, drohten in „This Wheel’s On Fire“ mit nicht näher beschriebenen Konsequenzen, suchten einen Ausweg aus lebensbedrohender Gefahr in „All Along the Watch Tower“ und schmachteten die Geliebte in „I’ll Be Your Baby Tonight“ an. Der Dylan-Song „Please Mrs. Henry“, von dem die Band ihren Namen lieh, fehlte allerdings an diesem Abend.

Gernot Feldners witzig-ironische Ansagen zwischen den einzelnen Stücken sorgten für Heiterkeit. Nach der offiziellen Schlussnummer erwirkte das Publikum mit enthusiastischem Applaus noch drei Zugaben, „Like A Rolling Stone“, 2004 vom Rolling Stone Magazine zum besten Song aller Zeiten gewählt, durfte dabei nicht fehlen.