Patisserie in Groß-Siegharts nun im Premium-Kreis. Thomas Göttinger verlor coronabedingt einen wichtigen Hauptabsatzmarkt, fand aber mit Spar einen neuen Partner.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Mai 2021 (13:13)
Thomas Göttinger stellt für „Spar Premium“ Mousse au Chocolat-Herzerl her – und erschließt damit ein neues Standbein, das ihm durch die Corona-Pandemie hilft. Johannes Brunnbauer
Spar/, Spar/

Die Dessertmanufaktur Göttinger wird mit einer ihrer süßen Versuchungen Teil der Spar-Eigenmarke „Premium Edition Johanna Maier“: Die handgefertigten, tiefgekühlten Mousse au Chocolat-Herzerl mit Himbeer-Fruchtspiegel sind ab sofort in allen Spar-Märkten erhältlich. Das Dessert wird vorwiegend mit regionalen Zutaten und gänzlich ohne maschinellen Einsatz hergestellt.

Thomas Göttinger führt jetzt in vierter Generation den Betrieb, der auf die Landbäckerei-Gründung seines Urgroßvaters zurückgeht. Der Chef ist der erste gelernte Konditor der Familie und wagte mit seiner Dessertmanufaktur eine Neuorientierung. Die Idee, aus der Bäckerei der Vorväter eine Patisserie zu machen, war nach seinen Erfahrungen in der gehobenen Hotellerie und Gastronomie schnell geboren.

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„Mit der Dessert-Kreation als Steckenpferd und durch die Spezialisierung auf Gastronomie- und Hotelleriezulieferung ist der Betrieb über die Jahre auf mittlerweile 25 Mitarbeiter gewachsen“, schildert Göttinger. Die Corona-Pandemie hat den Betrieb schwer getroffen, weil der Hauptabsatzmarkt in Hotellerie und Gastronomie weggefallen ist. „Von einem Tag auf den anderen mussten wir umdenken, uns völlig neu orientieren. Wir waren gezwungen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Und was wir dort gesehen haben, hat sich letztlich als Riesenchance entpuppt“, beschreibt er den Start der Spar-Kooperation.

Der Patissier orientierte sich erstmals am Endverbrauchermarkt und baute zusammen mit seinen Mitarbeitern ein gänzlich neues Standbein auf. Der Betrieb erhielt mit dem neuen Abnehmer ein großes Stück Sicherheit zurück: Spar unterstützt seit seiner Gründung österreichische Erzeuger, 2.000 heimische Produzenten gehören zum Kreis der Lebensmittelkette.

„Verzichten komplett auf Maschinen“

Gänzlich ohne Aromastoffe Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Palmöl werden die Herzerl hergestellt. Ganz wesentlich für das Endprodukt ist die Fertigung: „Wir verzichten bei den Herzerln komplett auf den Einsatz von Maschinen. Durch das vorsichtige und gefühlvolle Umrühren von Hand bleiben Schlagobers und die aufgeschlagenen Eier viel luftiger: Das zeigt sich vor allem in der Konsistenz, aber natürlich auch im Geschmack“, erklärt der gelernte Konditor.

Bei den Zutaten wird höchster Wert auf regionale Wertschöpfung gelegt: wo immer möglich, werden die Rohstoffe regional bezogen. Dank einer freiwilligen Selbstverpflichtung im Sinne der besten Tierhaltung werden zudem ausschließlich Bio-Eier verarbeitet. Und auch der Umwelt gegenüber sieht sich Göttinger verpflichtet: „Da wir wie jeder andere Betrieb Ressourcen verbrauchen, ist mir die Kostenwahrheit gegenüber der Umwelt ein großes Anliegen“, beschreibt er die Beweggründe für sein Projekt, das Unternehmen dazu anregt, gemeinsam mit der Belegschaft Bäume zu pflanzen, um die heimischen Wälder zu retten: www.waldsetzen.jetzt