6,1% Verlust für FSG im Bezirk Wiener Neustadt. Vertreter mit Ergebnis zufrieden, Wahlbeteiligung bei 51,9 Prozent.

Von Bettina Kreuter. Erstellt am 09. April 2019 (03:29)
Baldauf (2); Lichtbild Sinawehl;
Links: Uwe Mitter von der NÖAAB-FCG glaubt, dass Digitalisierung ein wichtiges Thema für die Arbeitnehmer ist.; Mitte: Gerhard Scherz (FA-FPÖ) freut sich über 3,7 Prozent Plus. Er will Lehrlinge mehr einbinden.; Rechts: FSG-Spitzenkandidat Horst Pammer will das Detailergebnis im Bezirk genau analysieren.

Auch wenn die FSG mit 64,3 Prozent im Bezirk noch immer weit vorne liegt, musste sie doch einen Verlust von knapp sechs Prozent einstecken. Horst Pammer, erster Mann der FSG im Bezirk, glaubt, dass die Veränderungen der Betriebsstrukturen und die Zunahme der Teilzeitbeschäftigungen sowie Leiharbeiter dafür verantwortlich seien. „Es gilt das Detailergebnis zu analysieren“, weiß Pammer, der auch Vizepräsident der AK NÖ ist.

Mit vielen Hausbesuchen und persönlichen Gesprächen konnte das Team rund um Uwe Mitter das Ergebnis der NÖAAB-FCG verbessern. Über einen Zuwachs von 3,7 Prozent freut sich Gerhard Scherz bei den Freiheitlichen: „Wir haben mit unserem sehr jungem Team vor allem die kleinen Geschäfte besucht.“

Mehr Aufklärung zur Wahl notwendig

9.030 von 17.383 Beschäftigten aus dem Bezirk gaben ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,9 Prozent (2014 bei 52,4 Prozent), Briefwähler nicht mitgerechnet –

sie zählen zum allgemeinen Wahlsprengel. Uwe Mitter, Spitzenkandidat der NÖAAB-FCG im Bezirk, findet das Wahlergebnis nicht schlecht, aber: „Seitens der Kammer braucht es noch viel Aufklärungsarbeit, denn die Arbeiterkammer ist keine Behörde wie die BH.“ Er denke an einen Wahltag an einer Stelle. Horst Pammer glaubt hingegen: „Es verlangt nach immer mehr Wahlsprengeln mit ausgedehnten Wahlzeiten.“ Gerhard Scherz von der FA-FPÖ wünscht sich, dass Lehrlinge automatisch zur Wahl zugelassen werden: „Dann würden sie auch wählen gehen, jetzt müssen sie sich hinein reklamieren“, weiß Scherz.

Die Themen reichen von der Digitalisierung und einer besseren Gesprächskultur (NÖAAB-FCG) über Konsumentenschutz (FA-FPÖ) bis zu öffentlichem Verkehr und Pflege bei der FSG.

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