Therapie- und Ärztezentrum: Medizin neben Museum. Therapie-und Arztzentrum soll entstehen –Aber: Baubeginn ist von Ende des Baustoppes abhängig.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 17. Februar 2019 (04:18)
Baumeister Jakubec
So soll das neu errichtete Haus nach den ersten Plänen aussehen – Wert wird darauf gelegt, dass die Vorderfront optisch zur bestehenden Umgebung passt.

Insgesamt 600 Quadratmeter auf drei Etagen, im Erdgeschoß Büroräumlichkeiten, ein kleiner Gastronomiebetrieb und ein Frisör, in den oberen Geschoßen Räumlichkeiten für Ärzte und Therapeuten – das sind die Pläne von ÖVP-Gemeinderat Gerhard Puffitsch.

Wie berichtet, hat er das Nebengebäude des sogenannten „Hacker-Hauses“ gekauft, um dort etwas Neues entstehen zu lassen. Während im Hacker-Haus das „Museum für Zeitgeschichte“ entstand, wird das Gebäude von Gerhard Puffitsch nach der Musuems-Eröffnung abgerissen.

Schmidt
Hier, im Gartenbereich, möchten Gerhard Puffitsch und Baumeister Günter Jakubec einen einheitlichen und gemeinsamen Platz mit dem Museumsaußenbereich schaffen.

Parallel dazu laufen, so Puffitsch, Gespräche mit mehreren Interessenten für das Nachfolgeobjekt. Gemeinsam mit Baumeister Günter Jakubec will der Gemeinderat nämlich ein neues Gebäude errichten. Zu den Kosten des Projektes möchte sich Puffitsch öffentlich nicht äußern.

Optisch soll es an die bestehende Umgebung angepasst sein und dem Ortsbild in der Hauptstraße entsprechen, wie Jakubec erklärt. Im Gartenbereich des 1.200 Quadratmeter großen Grundstückes, der den Außenbereich des Museums umgibt, soll ein einheitlicher gemeinsamer Platz entstehen. Außerdem sind etwa zehn bis 14 Parkplätze geplant, die ebenfalls im Hofbereich angesiedelt werden sollen.

Baustopp lässt Bau auf drei Etagen nicht zu

Inhaltlich will sich Puffitsch auf neue Wege begeben: „Wir werden hier sicher etwas versuchen, was es in dieser Form hier noch nicht gegeben hat“, meint Puffitsch. Es sei nämlich nicht ausgeschlossen, dass mehrere Ärzte und mehrere Therapeuten die Räumlichkeiten nutzen – je nach Bedarf ihrer Behandlungen.

Archiv
Gerhard Puffitsch

„Natürlich kann es aber auch sein, dass ein Arzt eine Praxis für sich alleine mietet“, meint Puffitsch. Aktuell gehe es darum, die Gespräche zu führen und anhand der Nachfrage schließlich abzuschätzen, wann ein Baubeginn möglich ist.

Der ist allerdings auch von einem anderen Faktor abhängig. Wie berichtet, ist in Bad Erlach derzeit ein Baustopp für mehrstöckige Gebäude aufrecht. Das wiederum trifft auf Puffitsch‘ geplantes Gebäude zu, weshalb der Gemeinderat auf die Aufhebung des Baustoppes wartet. Nach aktuellem Stand dürfte er das Gebäude zwar errichten, aber die dritte Etage nicht ausbauen, wie Puffitsch gegenüber der NÖN erklärt.

Puffitsch ist selbst auch in der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Baustopp beschäftigt. Ihm sei nämlich auch wichtig, dass eine gute und tragfähige Lösung für den Ort erarbeitet wird.

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Günter Jakubec

Gestern, Montag, tagte die Arbeitsgruppe erneut. Dabei wurde mit einem Raumordnungsexperten über mögliche Lösungs-ansätze gesprochen.

Bis es allerdings tatsächlich zu einem Konzept kommt, werden noch mehrere Sitzungen notwendig sein, wie die Mitglieder der Arbeitsgruppe nach außen kommunizieren. Es handle sich um ein sehr komplexes Thema.