Brände wegen Stress in der Arbeit gelegt. Ein sechsfacher Brandstifter stand am Montag vor Gericht. Feuerwehrmann zeigte sich bei Verhandlung umfassend geständig.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Januar 2020 (06:07)
Einer der Bände in einem Waldstück, die auf das Konto des Brandstifters gehen.
zVg

Ein 22-jähriger Mann musste sich am Montag wegen sechsfacher Brandstiftung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, Strohballen und Holzstöße in Matzendorf-Hölles angezündet zu haben – der Schaden beläuft sich auf 44.000 Euro.

Der Angeklagte, ein Feuerwehrmann, bekannte sich für die Taten zwischen 25. Mai und 9. November letzten Jahres schuldig und gab an: „Ich war kurz vor dem Zusammenbruch wegen dem Stress in der Arbeit. Es war ein Ventil.“ Er habe die Brände gelegt, sei heimgefahren und habe auf die Alarmierung gewartet.

Dass er seine Kameraden bei den Einsätzen, wo bis zu 35 Mann auf einmal vor Ort waren, gefährdet hat, tue ihm sehr leid. Der Mann wurde zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt. Zusätzlich muss er sich in Therapie begeben und eine Bewährungshilfe in Anspruch nehmen. Das Urteil ist rechtskräftig. Übrigens: Einige seiner ehemaligen Kameraden äußerten sich beim Prozess positiv: „Ich werde mit ihm weiterhin befreundet bleiben“, meinte ein Floriani.