Steinböcke treffen auf Spaziergänger. Bemerkenswert sind nur die Alpentiere auf der Hohen Wand. Sie sind schon lange da.

Von Bettina Kreuter. Erstellt am 19. Februar 2019 (04:48)
Franz Baldauf
Die Steinböcke auf der Hohen Wand sind hier nicht heimisch. Sie sind vor rund 20 Jahren aus einem Gehege ausgekommen.

Bezirksjägermeister Werner Spinka weiß es ganz genau: „Bei uns gibt es weder Wolf, noch Bär, noch Elch.“ Doch natürlich machten diese Wildtiere in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten auch vor dem Bezirk Wiener Neustadt nicht Halt.

So wurden eine zeitlang Wölfe gesichtet, die im Wechselgebiet bei Schäffern, unterhalb von Hochneukirchen, durchgewandert sind. Doch sie sind nicht geblieben.

Ebenso wie die Bärin, die vor gut 20 Jahren im Klostertal bei Gutenstein überwinterte. „Das war zu der Zeit, als die Bären am Ötscher waren. Die Bärin war dann aber wieder weg“, erinnert sich Spinka.

"Seit sie bejagt werden, sind sie nicht mehr so zutraulich"

An die 20 Jahre ist es auch her, dass auf der Hohen Wand Steinböcke aus einem Tiergehege ausgekommen sind. Eigentlich ist ihr Zuhause das Hochgebirge, doch auch hier auf knapp über 1.000 Meter vermehrten sie sich und setzten dem Natura-2000-Gebiet mit seinen seltenen Pflanzen zu. Das ist auch der Grund, warum pro Jahr eine bestimmte Abschusszahl seitens der Behörde festgelegt wird. Im Vorjahr wurden 17 Tiere erlegt.

Den genauen Bestand kennt Bezirksjägermeister Werner Spinka nicht, er wird aber an die 50 Steinböcke sein. „Seit sie bejagt werden, sind sie nicht mehr so zutraulich“, weiß er. Denn es gab schon Zeiten, da haben sich Leute beim Parkplatz Waldfrieden nicht aus ihrem Auto aussteigen getraut: Ein Steinbock hinderte sie daran.

Für Aufregung sorgte vor zwei Jahren ein Wildriss am Unterberg – er ließ auf einen Luchs vermuten. Werner Spinka zog selbst DNA-Proben und führte die Untersuchung durch: „Es waren zwei freilaufende Hunde. Vor allem zu zweit sind sie gefährlich.“

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