Wiener Neustadt

Erstellt am 27. Februar 2018, 04:09

von Mathias Schranz

Verkehrskonzept für Viertel soll her. Gemeinderat beschloss rund um die Ackergasse Bausperre, jetzt soll Verkehrskonzpet her.

In dem Stadtviertel wird kräftig gebaut: Zwischen der Pottendorfer Straße und der Lagergasse/Schleppbahnhof sind in den letzten Jahren zahlreiche Wohnblöcke und Reihenhäuser in die Höhe geschossen.

Ein Thema – wie in jedem schnell wachsenden Viertel: Der Verkehr beziehungsweise ein fehlendes Konzept. Ähnlich wie am Kleinen Lazarett stehen auch hier oft völlig unvermutet Betonsperren an Kreuzungen und versperren Autofahrern den Weg. In den letzten Monaten hat es immer wieder Proteste von Bürgern, etwa im Bereich der Mairegasse und Ackergasse gegeben.

Sowohl ÖVP-Baustadtrat Franz Dinhobl aus auch SPÖ-Verkehrsstadtrat Martin Weber berichten in Gesprächen mit der NÖN, dass in den letzten Monaten Vorschläge (Rückbau, Temposchwellen, etc...) auf dem Tisch gewesen seien, Maßnahmen aber schlussendlich an der Uneinigkeit der Bewohner im Viertel scheiterten. Allerdings wird das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren wachsen, weil weiter gebaut wird. So gibt es bereits Pläne für das Grundstück zwischen der Strabag und Variobau, wo rund 100 neue Wohnungen entstehen sollen.

Einstimmiger Beschluss für eine Bausperre

Damit wird es aber vorerst nichts: Der Gemeinderat beschloss jetzt für die betroffenen Grundstücke einstimmig eine Bausperre von zwei Jahren. „Wir werden Verkehrs- und Raumplaner beauftragen, ein Konzept für das Viertel zu erstellen, danach treten wir in Diskussion mit den Bewohnern“, sagt Baustadtrat Dinhobl.

Das bestätigt auch Verkehrsstadtrat Weber, „man muss das Viertel als Ganzes betrachten. Es nützt nichts, wenn wir es gassenweise angehen.“ Überlegt werden müssen sich seiner Meinung nach nicht nur die Verkehrsströme innerhalb des Viertels, sondern auch Zu- und Abfahrten. So müsse man etwa an der Einfahrt Pottendorfer Straße/Volksbadgasse über eine Kreuzung nachdenken.

Wie hoch das Verkehrsaufkommen in dem Stadtviertel derzeit tatsächlich ist, darin scheiden sich bei Dinhobl und Weber übrigens die Geister. Während der Baustadtrat hauptsächlich von Anrainerverkehr spricht, glaubt der Verkehrsstadtrat auch an viele „Abkürzer“, die von der Pottendorfer Straße aus durch das Viertel in die Stadionstraße fahren.

Bei einer Rundfahrt durch das Stadtviertel der NÖN am Donnerstag hielt sich der Verkehr übrigens in Grenzen.