Fettexplosion in einer Wiener Neustädter Küche: eine Person verletzt

Erstellt am 13. August 2022 | 16:38
Lesezeit: 3 Min
Wiener Neustadt Fettexplosion in Küche: eine Person verletzt
Foto: Presseteam der FF Wiener Neustadt
Einsatz für die FF Wiener Neustadt am Samstagnachmittag: Hustend wurde Rauch in einer Wohnung gemeldet, die Florianis rückten aus!

Kurz nach 14 Uhr wählte eine Frau den Feuerwehrnotruf und meldete hustend viel Rauch in ihrer Wohnung. Sofort eilte die Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt an die angegebene Adresse, auch weitere Kräfte wurden zum Wohnungsbrand alarmiert. 

Am Einsatzort angekommen stellte man bei der Erkundung fest, dass es in der Küche gebrannt hatte; das Feuer war aber mit einem der tragbaren Schaumlöscher aus dem Stiegenhaus des Mehrparteienwohnhauses bereits gelöscht worden. "Ein Topf hatte auf dem Herd Feuer gefangen und die Küchenmöbel waren mit Rauch stark beaufschlagt", berichtete die FF Wiener Neustadt in einer Aussendung.

Wiener Neustadt Fettexplosion in Küche: eine Person verletzt
Foto: Presseteam der FF Wiener Neustadt

"Küchenbrände gehen besonders ob des vielen Kunststoff in den Küchen und des brennenden Fetts oft mit viel Rauch einher. Gefährlich kann es werden, wenn man brennendes Fett dann mit Wasser versucht zu löschen. Da kann es zu einer Fettexplosion kommen", erklärte Feuerwehrkommandant Christian Pfeiffer in der Aussendung. "Diese entsteht, wenn man brennendes Fett mit Wasser zu löschen versucht. Da das Fett mit einer höheren Temperatur als dem Siedepunkt des Wassers brennt, verdampft das Wasser schlagartig im Öl. Aus einem viertel Liter Wasser entstehen dann 400 Liter Wasserdampf. Dieser Wasserdampf breitet sich schlagartig aus und schleudert das brennende Öl aus der Pfanne."

Die Rettung brachte die junge Anruferin mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Landesklinikum Wiener Neustadt. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt kontrollierten die Küche mit einer Wärmebildkamera und unterstützten die Bewohner bei den Belüftungsmaßnahmen.

"Wie immer war die Zusammenarbeit mit dem Arbeiter Samariterbund, dem Rotem Kreuz Wiener Neustadt und der Polizei hervorragend", zeigte sich Pfeiffer zufrieden. "Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert. Auch dass der Brand mit einem Feuerlöscher rasch bekämpft wurde, hat uns einen langwierigen Einsatz und den Bewohnern des Hauses viel Schaden erspart."

Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt konnte mit den vier angerückten Fahrzeugen nach knapp 20 Minuten wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.