Wiener Neustädter Fotograf mitten in Venedig-Flut. Fotograf Franz Baldauf und seine Frau Irene bahnten sich den Weg durch die Venedig-Fluten.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 19. November 2019 (06:00)

Das überflutete Venedig sorgte in den letzten Tagen für Schlagzeilen. Einer erlebte das Unglück hautnah: Fotograf Franz Baldauf, der in der Vorwoche mit Frau Irene auf Fotoreise in der Stadt war. „In der Nacht auf Mittwoch haben wir im Hotel Sirenengeheule gehört, aber uns noch nichts dabei gedacht, weil es stockfinster war“, erzählt er im NÖN-Gespräch.

Erst am nächsten Tag wurde das Ausmaß der Wassermassen sichtbar. „Wir sind uns in der Hotel-Lobby wie in einem Aquarium vorgekommen, weil das Wasser bis zu den Fenstern gestanden ist.“ Was ihm an den Einheimischen imponiert hat: „Viele Geschäftsleute haben ihre Lokale und Geschäfte geputzt und aufgesperrt, obwohl sie wussten, dass die nächste Flutwelle schon bald kommen wird.“ Dem Tourismus in Venedig hätten die Fluten kaum Abbruch getan, „wir sind halt oft im Hotel geblieben, haben die Ruhe genossen – und uns natürlich Dominic Thiem im Fernsehen angeschaut.“ Ursprünglich wollte das Paar bis Sonntag bleiben, „angesichts neuer Unwetter-Warnungen sind wir aber doch schon am Samstag abgereist“.

Auf den Bilder von Franz Baldauf bekommt man nichts von den Wassermassen mit. Er erklärt: „Solche Bilder brauche ich als Künstler von der Stadt nicht, für mich ist Venedig romantisch, schön und erhaltenswürdig.“

Und solche Bilder sind auch entstanden. Sie werden in Schwarz-Weiß auf Leinwand gebannt und können in seiner Galerie in Lichtenwörth am 7. und 8. Dezember im Rahmen der „Tage der offenen Galerie“ besichtigt werden.