Bezirk Wiener Neustadt/Wimpassing: Aus Eifersucht die Nase gebrochen

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:18
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Symbolbild Gerichtssaal
Symbolbild Gerichtssaal
Foto: shutterstock.com/Nirat.pix
Ein junger Mann ertappte seine Freundin während einer Beziehungspause mit einem anderen und schlug zu.

Eifersucht brachte einen jungen Mann aus Wimpassing auf eine Party im Steinfeld, wo er nicht eingeladen war, und nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung dort, auch gleich vor Gericht. Laut Anklage hat der 20-Jährige am 24. Juli mit mehreren Faustschlägen einem der Gastgeber der Party die Nase gebrochen und bei einer „überstürzten“ Abfahrt mit seinem Auto zwei Männer, die seitlich vor dem Pkw standen, zum Wegspringen genötigt.

„Sie wollte mit mir mitkommen, aber der Mann sagte, ich soll verschwinden. Ich habe zuerst zugeschlagen.“  Angeklagter vor Gericht

Der Angeklagte erzählte vor Gericht, dass er im Sommer „in einer Beziehungspause“ mit seiner Freundin war, die auf dieser Party war. Er sei hingefahren, um mit ihr zu reden. Nach einem Tipp habe er im ersten Stock nach ihr gesucht und sie mit einem jungen Mann vorgefunden. „Sie wollte mit mir mitkommen, aber der Mann sagte, ich soll verschwinden. Ich habe zuerst zugeschlagen.“ Nachdem er dem Opfer das Nasenbein gebrochen hatte, habe er schnell weg gewollt, „weil mehrere Leute hinter mir herliefen“. Beim Wegfahren habe er niemanden gefährdet.

Das Opfer und auch die Freundin erzählten die Sache anders. Man habe sich auf ein Zimmer zurückgezogen und als der Angeklagte die Tür aufriss, war das Opfer nicht vollständig bekleidet. Der Student: „Ich lag am Bett, er sprang auf mich drauf und drosch auf mich ein.“ Der Angeklagte sei weggelaufen, dann aber retour gekommen und habe sich zu der Gruppe um den Verletzten gestellt, um mit seiner (Ex-) Freundin zu reden. Als ihn das Opfer erkannte, lief er weg und soll beim Wegfahren Partygäste gefährdet haben. Da der Angeklagte unbescholten ist, kam er mit einer Diversion und 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit davon. Außerdem muss er 1.760 Euro Schmerzensgeld zahlen.