Krumbach: Wo Häuser wandern

Erstellt am 29. Juli 2018 | 05:24
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Krumbachs Beitrag wird das Museumsdorf sein. Highlight: Der Tannbauer.

„So wie es jetzt ausschaut, wird es in einem Jahr nicht mehr sein – es wird sich viel ändern“, erklärt ÖVP-Kulturgemeinderat Rainer Holzbauer. Station für Station erzählt er, was das neue Museumskonzept beinhaltet. Das Eingangsportal soll von zwei Stelen geziert sein, die Häuser werden bereits von außen präsentiert, denn der bisher nicht genutzte Kiosk wird künftig auf die Öffnungszeiten (geplant ist von April bis Oktober) hinweisen.

Eine Stimme wird (potenzielle) Besucher begrüßen und ihnen erzählen, was das Museumsdorf zu bieten hat. Mittels der Figur des Erasmus von Puchheim werden die Gäste schließlich mit modernsten Guides durch das Museumsdorf, das eine völlig neue Infrastruktur erhält, geführt.

Tickets und Guides in der Greisslerei

Im Bürgerspital wird die Bühne entfernt, dafür kommt die Greisslerei aus dem Stadl für den Kassa- und Shopbereich. Dort sollen die Besucher ihre Tickets kaufen können, aber auch die Guides erhalten. Außerdem kommen Sitzgelegenheiten und ein kleiner „Kino-Bereich“.

Der richtige Museumsrundgang startet schließlich in der Kapelle, die durch moderne Lichtinstallationen neu in Szene gesetzt werden soll. Die Audio-Guides erzählen dabei individuell einstellbar für jeden Besucher, egal ob Kind, Pensionist, Historiker oder Laie, die Geschichte der Kapelle.

Ein Pilotprojekt als Aushängeschild

Die größte Veränderung kommt dann im nächsten Raum. Hier wird „entrümpelt“. Gemeinsam mit Museums-Didaktin Susanne Hawlik, die auch die Texte für den Audio-Guide schreibt, werden die Ausstellungsstücke neu sortiert. So wird es eine Gegenüberstellung des bürgerlichen und adeligen Lebens geben. Ab dann begleitet auch ein Bauer per Audio-Guide.

Das größte Projekt ist aber nach wie vor der Neuaufbau des historischen Tannbauer-Stüberls, ein europaweit einzigartiges Projekt. „Das Gebäude selbst ist das Ausstellungsstück, hier wird nichts beschönigt, sondern es werden auch die Schrecken der damaligen Zeit dargestellt“, so Holzbauer.

Der neu enstehende Innenhof soll für Veranstaltungen dienen, eventuell sogar Bühne für Aufführungen werden. Die weiße Wand des Gebäudes könnte als „Leinwand“ verwendet werden.

440_0900_145487_landesausstellung_logo.jpg Landesausstellung Logo wrn Wiener Neustadt
Foto: NOEN

Im Stadl werden wechselnde Sonderausstellungen der Genusspartner platziert werden – und eine Schaubrauerei. In Kooperation mit Gerald Schwarz (Schwarzbräu) soll es regelmäßige Workshops geben, das dabei gebraute Bier soll als „Museumsbräu“ im Shop erhältlich sein.

Rund um das Museumsdorf entstehen drei Themenwege von Bad Schönau, vom Eis-Greissler und vom Schloss Krumbach weg. Am Weg wird auf Tafeln, die mit QR-Codes versehen sind, auf das historische Krumbach eingegangen.