Brandstiftung vor Gericht in Wiener Neustadt: 122 Strohballen brannten

Ein ehemaliges Mitglied einer Feuerwehr des Bezirks wurde zu 18 Monaten bedingt verurteilt.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:04
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Die Strohballen mussten von der Feuerwehr bei einem mühevollen Einsatz gelöscht werden.
Foto: FF

Ein ehemaliges Mitglied einer Feuerwehr aus dem Bezirk stand wegen Brandstiftung vor Gericht.

Laut Anklage hat der junge Mann am 6. Juli einen Brand auf einem Feld zwischen Siegersdorf und Ebenfurth gelegt. 122 Strohballen brannten, der Schaden belief sich auf 3.600 Euro. Außerdem soll er mehrfach trockenes Gras angezündet haben und die kleinen Brände dann gelöscht haben. Der Angeklagte bekannte sich „teilweise schuldig“ und gab an, dass er seit Kindertagen bei der Feuerwehr war: „Mir taugt der Zusammenhalt unter den Kollegen.“

Zuerst erklärte er, dass er die Stohballen nicht angezündet habe, danach einigte er sich mit der Richterin darauf, eine brennende Zigarette am Schotterweg weggeworfen zu haben: „Ich wollte die Kippe mit dem Reifen vom Moped löschen.“ Das dürfte nicht geklappt haben, denn wenig später kam der FF-Alarm.

Auch, dass er öfter trockenes Gras angezündet hat, gab der Mann zu. Er sei dann wieder zum Brand retour gefahren und habe die Feuerwehr gerufen.

Auf die Frage nach dem Warum gab der Mann an, dass ihm Rauchsäulen und ihr Verhalten gefallen. Der Ex-Floriani wurde zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt.