Puchberg am Schneeberg

Erstellt am 14. November 2018, 09:30

von Doris Damböck

Entwarnung: Kein Hinweis auf Wolf. Es war kein Wolf: DNA-Analyse hat Verdacht auf Fuchs bestätigt. Schaf war bereits tot, als es vom Fuchs verstümmelt wurde.

Diesmal war es nicht ein Wolf, sondern ein Fuchs.  |  Shutterstock-Kuchera

Vor drei Wochen wurde ein gerissener Schafskadaver in Zweiersdorf aufgefunden, der eklatante Bissspuren aufwies ( die NÖN berichtete ). Der Verdacht lag nahe, dass es sich dabei womöglich um die Tat eines Wolfs handeln könnte.

Deshalb wurde der „Wolfsbeauftragte“ und Spezialist Georg Rauer von der Veterinärmedizinischen Universität Wien hinzugezogen. Der Verdacht erhärtete sich nach einem Lokalaugenschein zwar nicht. Dennoch wurde sicherheitshalber eine DNA-Probe entnommen und ins Labor geschickt. Die Ergebnisse liegen nun vor, der Wolfsbeauftragte kann endgültig Entwarnung geben: „Der Befund des Labors hat die Annahme bestätigt, dass es sich nicht um einen Wolf handelt.

Die untersuchte Probe zeigt die DNA des Opfers und eines Fuchses. Somit ergibt das ein rundes Bild davon was passiert ist.“ Demnach ist das Tier aus unersichtlichen Gründen verstorben und wurde erst im Nachhinein derart zugerichtet. Wahrscheinlich durch einen Fuchs und andere Aasfresser. „Es waren keine Hämatome unmittelbar bei den Bissverletzungen sichtbar, was darauf hinweist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Verstümmelung bereits tot war“, erklärt Baumeister und Jäger Hermann Halbweis.