Schwerer Crash! Pkw verkeilt sich unter Sattelauflieger. Glück im Unglück hatte ein Lenker aus dem Bezirk Neunkirchen als er am Mittwoch gegen 4 Uhr Früh zwischen dem Knoten Wiener Neustadt und dem Autobahnknoten Seebenstein auf einen Sattelauflieger auffuhr: Denn sein Pkw hatte sich etwa 1,8 Meter tief unter dem Auflieger verkeilt, sodass der Mann zunächst eingeklemmt wurde...

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 05. Juni 2019 (08:37)

Kurz nach 4 Uhr Früh eilten am Mittwoch die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt, die Autobahnpolizei, das Rote Kreuz mit zwei Wagen und dem Bezirkseinsatzleiter sowie ein Wagen des Samariterbunds und die Asfinag zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf die A2 Richtung Graz.

Auto wurde 200 Meter mitgeschleift!

Zwischen dem Knoten Wiener Neustadt und dem Autobahnknoten Seebenstein war ein Pkw-Lenker mit seinem Audi auf der Höhe des Rastplatzes Wiener Neustadt ungebremst auf einen Gefahrengut-Sattelzug (mit 40 Tonnen heißen Bitumen) aufgefahren; durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto unter das Schwerfahrzeug geschoben und verkeilte sich so dermaßen, dass der Wagen rund 200 Meter mitgeschleift wurde. Dann bemerkte der Lastwagenfahrer den Vorfall, hielt kurz vor dem Rastplatz Steinfeld an und setzte die Rettungskette sofort in Gange.

Die Feuerwehr Wiener Neustadt wurde mit der Nachtbereitschaft und der diensthabenden Bereitschaftsgruppe sofort zur Menschenrettung alarmiert. Die beiden Rüstfahrzeuge trafen innerhalb kürzester Zeit als erste am Einsatzort ein und begannen mit der Erkundung sowie mit der Menschenrettung.

Die kurze Zeit später eingetroffene Notärztin des Roten Kreuzes übernahm die Betreuung des Patienten. Ein Sanitäter des Arbeiter Samariter Bundes (ASBÖ) stieg in den Pkw und wurde als "innererer Retter" eingesetzt um den Patienten zu schützen und zu betreuen.

Vorbeifahrende machten Fotos: Sichtschutz aufgebaut

Unter Absprache mit der Notärztin schufen die Florianis die entsprechenden Zugänge am Fahrzeug mittels hydraulischem Rettungsgerät. Der Patient war während der Rettung ansprechbar. Dank des koordinierten Einsatzes aller Rettungskräfte konnte der verletzte Lenker letztlich aus dem Fahrzeug befreit werden. Dieser bedankte sich noch auf der Rettungstrage liegend bei den Einsatzkräften, wie die Feuerwehr in einer Aussendung festhielt. Das Rote Kreuz betonte: "Dieser Einsatz bewies wieder einmal die professionelle Zusammenarbeit vom Roten Kreuz, Feuerwehr und Samariterbund."

Da der Audi derart im Auflieger verkeilt war, musste das Kranfahrzeug der Feuerwehr Wiener Neustadt alarmiert werden. Im Frühverkehr bildete sich ein 3 Kilometer langer Rückstau. Vorbeifahrende versuchten laut "Einsatzdoku" mit Smartphones Fotos zu machen, diesem versuchte man einen Riegel vorzuschieben: "Immer wieder verlangsamten Lenker beim Vorbeifahren an der Unfallstelle, weshalb der Sichtschutz der Feuerwehr Wiener Neustadt zum Einsatz kam. Daraufhin konnte ein besser fließender Verkehr durch die Einsatzkräfte festgestellt werden", so die Feuerwehr Wiener Neustadt.

Die Feuerwehr-Plattform Einsatzdoku schilderte in einer Aussendung: "Die Unfallstelle glich auf einer Länge von rund 200 Metern einem Schlachtfeld. Die dreispurige Richtungsfahrbahn Graz war mit Glassplittern und Fahrzeugteilen übersäht."

Im Einsatz standen:

1 Rettungsfahrzeug Rotes Kreuz Wiener Neustadt

1 Notarzteinsatzfahrzeug Rotes Kreuz Neunkirchen

1 Bezirkseinsatzleiter Rotes Kreuz Wiener Neustadt

1 Rettungsfahrzeug Samariterbund Ternitz

Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt

Autobahnpolizei