Susanne Marton: „Zusperren wäre ein fatales Zeichen“. Angespannte finanzielle Lage wird für Jugend- und Kulturhaus durch Corona verschärft. Hoffen auf Unterstützungsfonds, 2021 begeht man 25-jähriges Jubiläum.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:12)
Die Vereins-Geschäftsführer Bernhard Kristen und Susanne Marton sowie Harald Steiner und Conrad Heßler vom Triebwerk.
Schranz

Als die Regierung kurz vor dem Pressegespräch am Montag die neuen Regeln für Veranstaltungen (keine Bewirtung, ständige Maskenpflicht) verkündete, wird für die Triebwerk-Mannschaft klar: Die Zukunft wird noch schwerer als erwartet.

Das Corona-Jahr hat dem Jugend- und Kulturhaus einiges abverlangt: 33 Veranstaltungen mussten bisher abgesagt oder verschoben werden, Indoor durften nur maximal 30 Besucher die Events besuchen. „So oft wie heuer waren wir noch nie ausverkauft“, beweist Triebwerk-Leiter Conrad Hessler auch in schwierigen Zeiten Humor. Immerhin: Neben limitierten Live-Auftritten von Bands, von denen sich viele über die Gelegenheit freuten, überhaupt spielen zu können, wurden 31 Auftritte ins Internet via Live-Stream verlegt.

Trotzdem: Die ohnehin schwierige finanzielle Lage nach Förderungs-Kürzungen in den letzten Jahren ist durch Corona noch angespannter – so fehlen nicht nur Eintrittsgelder, sondern auch Bar-Erlöse. Vereins-Geschäftsführerin Susanne Marton hat Hoffnung, mit dem „Non Profit Organisation Unterstützungs-Fonds“ das Schlimmste abzuwenden: „Da muss man der Regierung auch dankbar sein, dass es so etwas gibt.“. Im kommenden Jahr feiert das Triebwerk sein 25-jähriges Jubiläum, „jetzt zusperren und uns von der Bühne drängen zu lassen wäre ein fatales Zeichen“, betont Susanne Marton.

Im kommenden Jahr soll das Thema „Digitalisierung“ einer der Hauptschwerpunkte sein.

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