Serie von Raubüberfällen in Wiener Neustadt geklärt. Ein 17-Jähriger soll im Oktober und November 2018 mit jeweils wechselnden Komplizen drei Raubüberfälle in Wiener Neustadt begangen haben. Der Ungar und seine drei Landsleute wurden festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert, teilte die Polizei am Donnerstag in einer Aussendung mit. Dem 17-Jährigen werden zudem vier Diebstähle angelastet.

Von APA Red. Erstellt am 21. Februar 2019 (14:58)
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Der Hauptbeschuldigte wurde nach Exekutivangaben am 15. November 2018 gefasst, nachdem er einen Diebstahl in einem Wiener Neustädter Modefachmarkt begangen hatte. Er war zu allen ihm vorgeworfenen Taten geständig.

Es stellte sich heraus, dass der Jugendliche in der Nacht auf den 13. Oktober 2018 gemeinsam mit einem Mittäter im Alter von 19 Jahren einen Mann am Bahnhof Wiener Neustadt ausgeraubt hatte. Dem Duo, das dem ebenfalls 19-Jährigen das Handy und einen geringen Bargeldbetrag abgenommen haben soll, gelang die Flucht. Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in das Landesklinikum Wiener Neustadt eingeliefert. Für den 19-jährigen Verdächtigen klickten am 21. Jänner aufgrund eines EU-Haftbefehls in Ungarn die Handschellen, er wurde am 7. Februar nach Österreich ausgeliefert.

Gemeinsam mit einem Landsmann im Alter von 20 Jahren soll der 17-Jährige der Exekutive zufolge am 18. Oktober einem 15-Jährigen das Mobiltelefon abgenommen haben - mittels unmittelbarer Gewalt, wie es seitens der Polizei hieß. Der Komplize des Hauptbeschuldigten wurde nach einer Fahndung noch am selben Tag festgenommen.

Am 3. November soll der 17-Jährige im Verbund mit einem 21 Jahre alten Ungarn einen 49-Jährigen in dessen Wohnung in Wiener Neustadt überwältigt, geschlagen und getreten haben. Nachdem sich das Räuberduo mit Wertgegenständen aus dem Staub gemacht hatte, wurde das schwer verletzte Opfer durch die Rettung in das Landesklinikum Wiener Neustadt gebracht. Der 21-Jährige wurde am 29. Jänner in seinem Heimatland festgenommen, berichtete die Polizei. Am 14. Februar wurde auch er nach Österreich gebracht.