Dokumentarfilm: Fluch der Moderne. „Welcome to Sodom“ porträtiert Menschen auf einer Elektro-Müllhalde, eine Manifestation des Verbraucherwahns.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Februar 2019 (04:56)
zVg
Kabel, Monitore und Computer werden von Menschen in „Sodom“ verbrannt und eingeschmolzen, um an Kupfer und Metalle zu kommen.

Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Smartphones, Drucker und andere technische Geräte aus Europa und anderswo werden Jahr für Jahr illegal nach Agbogbloshie in Ghana verschifft. Früher unberührtes Sumpfland, zählt es jetzt zu den verseuchtesten und giftigsten Arealen der Erde.

Willkommen auf einer der größten Elektro-Müllhalden der Welt, willkommen in „Sodom“. Hier leben und arbeiten an die 6.000 Frauen, Männer und Kinder. Sie haben den Ort „Sodom“ genannt. Sie leben von den „Segnungen des Computerzeitalters“ und viele sterben daran. Trotzdem ist der Ort für seine Bewohner voller Perspektiven.

Film wird als Teil der Reihe "Film im Theater" gezeigt

Denn der Elektronik-Friedhof verspricht ein bescheidenes Auskommen. Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ porträtiert Menschen, deren Existenz und Alltag von der modernen Technologie geprägt, aber auch bedroht ist.

In Kooperation mit dem Weltladen Wiener Neustadt und Südwind Niederösterreich wird der Film am Donnerstag, dem 14. Februar, als Teil der Reihe „Film im Theater“ im Stadttheater gezeigt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Nach der Vorführung gibt es ein Publikumsgespräch mit dem Filmteam.