FH-Absolvent des Monats: Triple-Studium abgeschlossen. Michael Freiler schloss drei Studien an der FH Wiener Neustadt ab, auch die Covid-Krise konnte ihn nicht bremsen. Heute ist er Feuer und Flamme für seine Firma.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. Dezember 2020 (05:32)
Michael Freiler arbeitet als Director Technical Excellence & Solutions bei RHI Magnesita.
FHWN

Krumbach liegt in der Buckligen Welt. Und ein Krumbacher FH-Absolvent, übrigens dreifacher Absolvent, hat die weite Welt beruflich kennen- und Praxis dazugelernt. Wenn in China ein Rad umfällt, wo er genauso tätig war wie auch in den USA, Indien oder im Nahen und Mittleren Osten, interessiert das nur wenige Menschen. Wenn Freiler an wichtigen Rädern in wichtigen Unternehmen dreht, interessiert das nicht nur Krumbach und seine FH, sondern auch Unternehmen weltweit – weil Michael ein gefragter Mann ist.

Heute reüssiert Freiler – übrigens Sohn von Bürgermeister Josef Freiler – als Director Technical Excellence & Solutions bei RHI Magnesita, die für die Produktion und den Verkauf feuerfester Produkte im Industriegüterbereich höchst erfolgreich agiert. „Dort bin ich mit meinem Team für feuerfeste Produkte in der Stahlindustrie in ganz Europa zuständig“, sagt der Manager und bringt seinen Karriereweg so auf den Punkt: „Sei ehrgeizig und bleib dabei am Boden, dann kommt der Erfolg von allein, das sagten ein FH-Professor und in ähnlicher Form meine Eltern und Recht hatten sie!“, meint der wirklich am Boden gebliebene Michael. Der Krumbacher schloss im Juni das Masterstudium „Sales Management“ mit ausgezeichnetem Erfolg ab. „Dabei habe ich mich intensiv mit Value Based Selling beschäftigt, wo es darum geht, alternative Verkaufstechnik anzuwenden. Also Produkte über deren tatsächlichen Mehrwert zu verkaufen, anstatt rein über den Preis zu sprechen“, sagt er, der auch schon vor elf Jahren an der FH ein Bachelor- und Masterstudium abschloss.

Top-Abschluss sucht nicht lange Top-Job. So fand Michael seine erste Herausforderung bei einem international börsennotierten Top-Konzern. Ist so ein Beruf ohnehin alles andere als ein „9 to 5 job“, kehrte Freiler an seine FH zurück und startete sein drittes Studium, und zwar diesmal ein Wirtschaftsstudium – schloss erneut mit Master ab. Und dies berufsbegleitend. Seine Tage mussten 30 Stunden plus haben, denn zusätzlich ging er noch einem zeitintensiven Hobby nach. Über 20 Jahre spielte er Fußball in Krumbach. Im Mannschaftssport hat er viel über Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen gelernt.

„Inhaltlich waren für mich im Studium vor allem die Persönlichkeitsbildung und das Verkaufstraining als zentrales Element sehr wichtig, z.B. welche Auswirkungen das eigene Verhalten im Verkaufsgespräch auf das Gegenüber hat. Mit Wärmebildkameras oder Messung der Vitalwerte wird analysiert, wie die Studenten sowohl als Käufer als auch Verkäufer, auf Einwände und Reize von außen reagieren. Durch die Kooperation mit namhaften Unternehmen wie Samsung oder Canon konnten Erfahrungen ausgetauscht werden“, blickt Michael gerne zurück, wo die berufliche Zukunft begonnen hat.

In anderer Rolle zurück an der FH

Mittlerweile hat Freiler selbst bereits mehrere Masterarbeiten von Studierenden betreut und ist Gastvortragender an der FH. „Man bleibt der FHWN eben gerne treu“, sagt er und fügt noch einen Satz zu Covid an: „Im letzten Semester hat uns die Corona-Zeit am Ende des Studiums noch voll erwischt. Die Fernlehre war eine Herausforderung, die von der FH aber gewohnt höchst professionell gelöst wurde organisatorisch, flexibel, zielorientiert.“