Wiener Neustadt

Erstellt am 28. Februar 2018, 15:44

von Mathias Schranz

Lage durch Kälte zugespitzt: Feuerwehr als Fisch-Retter. Die Kälte macht nicht nur den Menschen zu schaffen. Am Wiener Neustädter Kanal hat sich die Lage in den letzten Tagen zugespitzt.

Der Übergang vom Kehrbach zum Kanal (Rechte Kanalzeile) wurde wegen der Eismassen vorübergehend stillgelegt. Deswegen befindet sich im Kanal selbst derzeit nur sehr wenig Wasser.

„Wir haben eine dicke Eisschicht und Schlamm. Da geht es nicht nur um das Leben der Fische, sondern auch um jenes ihrer Futtertiere, nämlich Insektenlarven, Wasserflöhe & Co.“, erklärt Leonhard Grabner vom Sportfischereiverband Baden.

Um ein Fischsterben zu vermeiden, wurde deswegen am Mittwochnachmittag die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Mit Hilfe von Pumpen und Schlauchleitungen werden von den Florianis derzeit 1.800 Liter Wasser vom Kehrbach in den Kanal geleitet, um Fischen und Futtertieren das Überleben zu sichern. „So wird der notwendige Sauerstoffgehalt gesichert“, sagt Grabner. Vor fünf Jahren stand man dort wegen der Kälte vor einem ähnlichen Problem, damals verendeten rund 250 Kilogramm Fische.