„Euro-Toques“: Aufnahme bei Kochmützen. Der junge Puchegger-Wirt wurde in den Reigen der Spitzenköche Europas aufgenommen. Bestimmte Richtlinien für bewusstes Kochen müssen eingehalten werden.

Von Doris Damböck. Erstellt am 16. Februar 2019 (04:18)
privat
Christoph Puchegger kocht saisonal, regional und ohne Geschmacksverstärker und entspricht so den Richtlinien von „Euro-Toques“.

Christoph Puchegger, 29-jähriger Koch und Wirt in fünfter Generation beim „Puchegger Wirt“, ist neuestes Mitglied bei „Euro-Toques“. Darunter versteht man eine Europäische Union der Köche, die den guten Geschmack behüten wollen. In dieser Vereinigung wird man aufgenommen, wenn andere „Euro-Toques“-Köche auf einen aufmerksam werden.

Diese Vereinigung wurde 1986 vom belgischen Spitzenkoch Baron Romeyer gegründet. Ziel ist, der Chemie in der Küche (Aroma-, Konservierungs- und Farbstoffe) den Kampf anzusagen. Mittlerweile bestehen die „Kochmützen“ (französisch „toques“) europaweit aus mehr als 4.000 Köchen in 15 Ländern. Österreich ist erst seit 2018 dabei und hat laut Christoph Puchegger ein junges und engagiertes Team: „Es gibt ein tolles Netzwerk, das Hilfe und Austausch untereinander ermöglicht“, erzählt Puchegger.

"Wir haben viel Spaß beim Kochen gehabt"

Erst kürzlich war er nach Deutschland in den Schwarzwald eingeladen worden, um dort gemeinsam mit „Euro-Toques“ Kollegen beim „Österreich trifft Deutschland-Abend“ zu kochen. „Wir haben viel Spaß beim Kochen gehabt“, sagt der junge Koch und erklärt, dass es einen in 15 Artikeln klar definierten Ehrenkodex gibt, an den sich die Mitglieder halten. Unter anderem ist darunter der Schutz von Qualität und Geschmack von Lebensmitteln und die Förderung handwerklichen Könnens, ebenso wie die Pflege von kulinarischen Kulturen und Traditionen angeführt. Puchegger kocht saisonal und versucht, auch regional Produkte zu beziehen.

Teilweise produziert der „Puchegger Wirt“ auch selbst, wie zum Beispiel Öl, Essig, Marmelade, Likör oder den Emmerberger Schinken.