Mikl-Leitner und Kurz besuchten Corona-Impfstraße. Vor dem Start der NÖ Impfzentren haben sich Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) bei einem Besuch in der Wiener Neustädter Impfstraße optimistisch bezüglich mehr Vakzin-Liefermengen gezeigt.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 17. April 2021 (15:20)
Sebastian Kurz, Johanna Mikl-Leitner und Klaus Schneeberger besuchten die Impfstraße in der Arena Nova.
Franz Baldauf

Rund 450.000 Niederösterreicher sind bereits immunisiert oder haben einen Termin dafür. Das entspreche etwa 36 Prozent der impfbaren Bevölkerung, so Mikl-Leitner. Kurz war zuversichtlich, dass bis Ende Juni jeder Impfwillige einen Stich erhält.

Ab Ende April stünden eine Million Impfdosen mehr zur Verfügung, sagte Kurz laut Aussendung des Landespressedienstes am Samstag bei dem Medientermin in der Impfstraße in der Arena Nova. Es gebe also Grund zum Optimismus. Bereits jetzt sei jeder dritte Österreicher entsprechend der Alterspyramide bzw. der Priorisierung geimpft. In Aussicht gestellte Öffnungsschritte in Kultur, Sport, Tourismus und Gastronomie im Mai müssten durch entsprechende Sicherheitskonzepte gewährleistet werden, betonte der Bundeskanzler. Eine wesentliche Rolle spielten dabei Masken, Abstandsregeln und Tests.

In den nächsten Wochen und Monaten sei wesentlich mehr Impfstoff als bisher zu erwarten, "was mit Sicherheit zu einer weiteren Erholung und Entspannung beitragen wird", zeigte sich die Landeshauptfrau überzeugt. Laut Gesundheitsministerium werde sich die Liefermenge im zweiten Quartal verdreifachen, dazu kämen noch knapp 200.000 zusätzliche Impfdosen für Niederösterreich ab Ende April bis Ende Juni. "Unser Ziel ist es, insgesamt über 100.000 Corona-Impfungen pro Woche in den 20 Impfzentren zu verabreichen", so Mikl-Leitner, die gleichzeitig betonte: "Nur mit ausreichend Impfdosen, den Hausärzten und unseren 20 Landes-Impfzentren gemeinsam können wir den Impfturbo auch tatsächlich zünden."

Franz Baldauf

Mikl-Leitner erneuerte weiters ihre Forderung nach einer Lockerung der Kriterien für Ausreisekontrollen in Hochinzidenzgebieten - derzeit ist zehn Tage lang eine Sieben-Tages-Inzidenz unter 200 für ein Ende nötig. Derartige Maßnahmen müssten für die Bevölkerung nachvollziehbar sein. Diesbezüglich habe die Bundesregierung am Freitag bereits ein Versprechen zur Änderung abgegeben, so die Landeshauptfrau.

In der Wiener Neustädter Impfstraße wurden am Freitag rund 9.900 Personen Injektionen verabreicht, sagte Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP). Er zog auch eine Zwischenbilanz über die seit 13. März geltenden Ausreisekontrollen. Bisher wurden über 50.000 Fahrzeuge angehalten und überprüft. 1.400 Personen hatten keinen Test dabei, 34 Anzeigen waren erforderlich.