Sicherheitsschule: Aus wegen Finanzlage beim Heer. Es sei bedauerlich, dass das Sicherheitsschul-Projekt in Wiener Neustadt beendet wurde, aber diese Entscheidung sei leider wegen der "katastrophalen finanziellen Lage" des Bundesheeres nötig gewesen, entgegnete Sprecher Michael Bauer am Samstag auf Kritik aus den Reihen von ÖVP und FPÖ. Minister Thomas Starlinger habe in einem "Kassasturz" alle laufenden Projekte überprüft.

Von Redaktion, APA. Update am 11. Juni 2019 (10:31)
MILAK/Bundesheer

Dabei sei auch die - zusammen mit dem Land Steiermark und Red Bull veranstaltete - Airpower-Flugshow in Zeltweg "auf der Kippe" gestanden. Diese habe man angesichts der weitreichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft und wegen der internationalen Reputation dann doch beibehalten.

Rund 80 Projekte habe der neue Minister nach seinem Amtsantritt im "Kassasturz" überprüft, die meisten davon heeresinterne Vorhaben. "Alles, was nicht unmittelbar der Sicherheit der Bevölkerung dient", sei hinterfragt worden - da in der Verteidigung, "wenn es mit dem Budget so weitergeht", wesentliche Einschränkungen drohen. Angesichts dieser "Zwänge" habe Starlinger dann entschieden, die Sicherheitsschule nicht zu bauen.

Vor allem der Neubau einer Schule samt Internat hätte sich teuer - mit 30 Mio. Euro - zu Buche geschlagen. Gestartet wurde der Bau noch nicht, die ersten beiden Klassen wären heuer noch im bestehenden Militär-Realgymnasium untergebracht worden. Also habe man jetzt die Entscheidung treffen müssen, ob man mit der Errichtung beginnt, erläuterte Bauer. Vor dem "Aus" sei aber in Gesprächen mit dem Bildungsministerium sichergestellt worden, dass alle für den Herbst angemeldeten 53 Jugendlichen in anderen Schulen unterkommen.

Schneeberger wandte sich an Bundesminister

"Nachdem ich selbst aus den Medien erfahren musste, dass Bundesminister Starlinger das Projekt 'Sicherheitsschule' in Wiener Neustadt gestoppt hat, habe ich den Herrn Bundesminister heute (Anm.: Dienstag) ersucht, eine im Sinne der unmittelbar Betroffenen - das sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler - annehmbare Lösung zu finden. Insbesondere die Möglichkeit, die Daun-Kaserne zu adaptieren, ohne derart hohe Investitionen tätigen zu müssen, habe ich dem Herrn Bundesminister vorgeschlagen und ihn ersucht, diese Variante intensiv zu prüfen", informiert Bürgermeister Klaus Schneeberger.