Waidhofen/Ybbs: Stadtpreise 2020 vergeben

Erstellt am 26. Mai 2021 | 05:42
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Besondere Leistungen in den Kategorien Sport, Kultur, Zukunft und Soziales im Kristallsaal gewürdigt.

Bereits zum fünften Mal wurden im Vorjahr Menschen für ihre besonderen Leistungen in den Bereichen Kultur, Sport, Zukunft und Soziales von der Stadt Waidhofen mit dem Stadtpreis [a:bua] ausgezeichnet. Am Freitagabend ging die Preisverleihung nun mit einer Corona-bedingten Verspätung in physischer Form im Kristallsaal des Rothschildschlosses über die Bühne.

Moderator Tom Bläumauer begrüßte das Publikum im Saal, das entsprechend der aktuellen Covid-Verordnung getestet, genesen oder geimpft zur Veranstaltung erschienen war, ebenso wie die Zuschauer zuhause, welche die Preisverleihung live via YouTube verfolgten. Via Videos zugeschaltet wurde auch die musikalische Umrahmung, für die das Waidhofner Trio The Riversides verantwortlich zeichnete.

Vier Facetten ausgezeichnet

„Das letzte halbe Jahr war herausfordernd“, hielt Bürgermeister Werner Krammer in seiner Eröffnungsrede fest. „Es hat aber auch Hoffnung gegeben. Man hat gesehen, was eine Gesellschaft zusammenbringt, wenn sie nur zusammensteht. Mit dem [a:bua]-Preis würden nun vier der wichtigsten Facetten des Lebens gewürdigt, meinte der Stadtchef weiter. „Dies sind der Sport, die Kultur, das soziale Engagement sowie innovatives Denken und Handeln, das in die Zukunft gerichtet ist. In diesen Kategorien würdigen wir heute Menschen für ihr Engagement und ihre besonderen Leistungen – sie sind Vorbilder für unsere Gesellschaft.“

So wurden im Anschluss vier Hauptpreise und drei Anerkennungspreise vergeben. Zwei Anerkennungspreise gingen im Bereich Sport an die Nachwuchsläufer Paul Schedlbauer und Damjan Eror , die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, weil sie gerade einen Wettkampf zu betreiten hatten. Einen weiteren Anerkennungspreis im Bereich Zukunft erhielt der Standortleiter des riz up Waidhofen, Gregor Haslinger .

Vier von Sepp Eybl geschmiedete Trophäen

Über die erste der vier [a:bua]-Trophäen, die der Ybbsitzer Schmied Sepp Eybl gefertigt hat, durfte sich in der Kategorie Sport Torhüter Lukas Wedl freuen. Laudator Franz Kleinhofer, der geschäftsführende Obmann des AFW, skizzierte den Werdegang des Ausnahmesportlers, der seit 2014 bei Wacker Innsbruck unter Vertrag ist. „Dieser Preis ehrt mich sehr“, sagte Wedl. „Ich habe das Privileg, meinen Traum zu leben. In Waidhofen habe ich meinen Weg begonnen.“

In der Kategorie Kultur ging der [a:bua] an Klangraum-Intendant Thomas Bieber . Hermann Dikowitsch, der Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Niederösterreich, hob das vielfältige Schaffen des Waidhofner Festivalleiters hervor und würdigte ihn auch als einen der besten Hornisten des Landes.

Bieber verwies in seinen Dankesworten auf das Motto der Wiener Festwochen „Vermehrt Schönes!“, das seiner Arbeit zugrunde liege, und hielt zu seiner Tätigkeit als Festivalleiter fest: „In diesem Sinne lade ich nur Künstler ein, die mich wirklich berühren, alles andere wäre verlorene Zeit.“ Für den „Klangraum in Herbst kündigte der Intendant „wilde Dinge“ an.

Sozialpreis für Jugendgemeinderätin

Die Waidhofner Jugendgemeinderätin Silvia Hraby erhielt den Sozialpreis für ihren Einsatz während der Corona-Krise. Mit der „Waidhofen hilft“-Hotline standen die 28-jährige WVP-Mandatarin und ihr Team vor allem im ersten Lockdown Bürgern bei, die Hilfe beim Einkaufen oder sonstige Unterstützung im Alltag benötigen. Der Hilfsdienst läuft aber noch weiter.Die Präsidentin des NÖ Hilfswerks, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, hielt die Laudatio und betonte: „Es zahlt sich aus, sich ehrenamtlich zu engagieren. Silvia, du bist eine bewundernswerte junge Frau – der Preis möge dir Motivation für die Zukunft sein.“Hraby hielt fest, dass es leicht gewesen sei, helfende Hände zu finden. „Dieser Preis gehört allen, die mitgeholfen haben“, sagte sie.

Zukunftspreis für Verein GeWoZu

Der Zukunftspreis ging an den Verein GeWoZu, der mit seinem Obmann Jakob Anger ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auf der Zell umsetzt. 33 Personen werden hier ab August in zwölf Wohneinheiten nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander wohnen. Laudator Thomas Högn gratulierte Anger zu seinem Mut, dieses innovative Projekt umzusetzen. „Du bist ein tolles Vorbild für die Stadt und zeigst, wie man Zukunft gestalten kann“, sagte Högn. „Ich habe das Projekt nur gestartet, umgesetzt haben wir es alle“, hielt Anger fest. „Und das Projekt ist auch noch nicht vorbei, es startet jetzt erst so richtig.“

Das Video der Veranstaltung kann unter https://youtu. be/EF9R1xoJkIk nachgesehen werden.