Aktivisten mussten Plakate entfernen

Erstellt am 21. August 2012 | 00:00
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Web-Artikel 900
Foto: NOEN
YBBSKRAFTWERK / Kraftwerksgegner starten Protestaktion. Anzeige rief Polizei auf den Plan.

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OPPONITZ / Wie unlängst bekannt wurde, haben Investoren Interesse angemeldet, im Opponitzer Ofenloch ein weiteres Ybbskraftwerk zu errichten (die NÖN berichtete). Umweltaktivisten machen dagegen nun mobil. So hat sich aus Mitgliedern von „Rettet die Ybbsäsche“, „Pro Ybbs“ und „Naturfreunden“ nun eine kleine Aktivistengrupe formiert. Als erste Aktion wurden bei der Hornleiten-Brücke am Wochenende zwei Plakate aufgestellt, die vor einem weiteren Ybbskraftwerk warnen. „Wir wollen damit darauf hinweisen, dass durch ein weiteres Ybbskraftwerk hier etwas sehr Wertvolles verloren ginge“, so Aktivist Thomas Reifberger von den Naturfreunden, Sektion Kajak.

„Es geht darum, diesen Flussabschnitt zu erhalten.“ Bereits am Sonntag kam jedoch die Aufforderung der Polizei, die Plakate seien umgehend zu entfernen. Laut Reifberger sei eine Anzeige von einer Privatperson eingegangen. Reifberger vermutet dahinter einen oder mehrere Gemeindepolitiker mit Einfluss.

Laut Angaben der Polizei Hollenstein ist es außerhalb des Ortsgebiets verboten, Plakate dieser Art in einem Abstand von weniger als hundert Metern zur Straße aufzustellen. Zwischen Polizei und Aktivisten wurde vereinbart, die Plakate bis Montag, 18 Uhr, zu entfernen. Weitere Aktionen sind jedoch geplant.