Mehr offene Stellen im Ybbstal. 358 Personen Ende Oktober im Ybbstal ohne Job. Fachkräfte werden gesucht. Schlechter Ausgebildete haben es schwer.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 14. November 2019 (03:45)
Waidhofens AMS-Leiterin Anita Prüller setzt auf einen raschen Wiedereinstieg in den Job.
NÖN

358 Personen – 170 Frauen und 188 Männer – waren mit Ende Oktober am AMS Waidhofen als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um sieben Personen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und bedeutet eine minimale Steigerung der Arbeitslosigkeit. Während die Arbeitslosigkeit im Ybbstal Ende September mit 12,1 Prozent einen sprunghaften Anstieg im Vergleich zum Jahr davor aufgewiesen hatte, lag der Anstieg im Oktober bei lediglich zwei Prozent.

Während die Zahl der arbeitslosen Männer im Oktober um 15 Personen (plus 8,7 Prozent) zunahm, nahm jene der Frauen um acht Personen (minus 4,5 Prozent) ab. Bei den unter 25-Jährigen sank die Arbeitslosigkeit ebenso wie bei der Personengruppe von 25 bis 50 Jahren. Bei den über 50-Jährigen stieg die Zahl jener ohne Job jedoch um 15,2 Prozent. Ebenso bei den Ausländern: Hier nahm die Arbeitslosigkeit um 12,3 Prozent zu.

Stark zugenommen hat auch die Zahl der offenen Stellen. Ende Oktober gab es um 114 mehr sofort verfügbare offene Stellen als im Vorjahr. Das ist ein Anstieg um 39,3 Prozent. „Die überwiegende Zahl dieser offenen Stellen betrifft den Fachkräftebereich“, sagt Waidhofens AMS-Leiterin Anita Prüller. „Weniger gut Ausgebildete und Ältere haben es derzeit hingegen am Arbeitsmarkt schwerer.“ Auch bei den Ausländern hänge die steigende Arbeitslosigkeit mit dem Ausbildungsniveau zusammen, führt die AMS-Chefin weiter aus. Auch einige positiv beschiedene Asylverfahren würden sich hier in der Statistik bemerkbar machen. „Seitens des AMS versuchen wir generell, schnell zu reagieren und möglichst schell Jobs zu vermitteln, wobei wir die vorhandenen Fördermittel nutzen“, sagt Prüller.

Die Arbeitslosenquote für Oktober lag bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Im September betrug sie 2,9 Prozent. Das ist nach dem Bezirk Scheibbs der niedrigste Wert von ganz Niederösterreich. „Die Arbeitslosenquote wird sicher nicht großartig steigen“, ist sich Prüller sicher. „Ob wir allerdings das ex trem niedrige Niveau, das wir bis jetzt hatten, halten können, wird sich zeigen.“