Waldgärten in der Stadt Waidhofen

Erstellt am 26. August 2021 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_8156271_erl34waidhofenwaldgaerten.jpg
Stadtförster Georg Brenn, Bürgermeister Werner Krammer und Agnes Hirsch (Goldhauben- und Trachtenverein) mit den beiden Stadtgärtnern Jan Michael Fabian und Alexandra Bacher im essbaren Waldgarten.
Foto: Magistrat
Gärten für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert.

Der essbare Waldgarten, der Andachtsgarten sowie der Pilzgarten am Buchenberg wurden für den „European Award for Gardening“ nominiert. „Natur im Garten“ nutzt diesen Preis, um herausragende Projekte auszuzeichnen, die das ökologische Gärtnern zur Grundlage haben. Waidhofens Waldgärten wurden in den Kategorien „Klimafitte Gärten, Grünflächen und Gebäudebegrünung“ nominiert.

Bürgermeister Werner Krammer betont: „Es ist eine große Auszeichnung und Ehre, hier überhaupt nominiert zu sein. Danke an alle, die dafür verantwortlich sind, dass dieses Projekt realisiert werden konnte und wir in Waidhofen Stadt erleben und Grün genießen können.“

Die Waldgärten sind im Rahmen der Initiative „kost.bares Waidhofen“ entstanden. Das Ziel: mehr Natur in der Stadt und Gärten für alle. Seit mit dem Bürgergarten im Jahr 2015 der erste Garten entstand, spannt sich das grüne Netz kontinuierlich über die ganze Stadt weiter. Nach den Gemeinschaftsgärten in Zell und am Krautberg kamen die Waldgärten im Buchenberg hinzu. Seit 2019 mit der Bepflanzung des essbaren Waldgartens der Startschuss für dieses Projekt fiel, gehören auch der Andachtsgarten sowie der Pilzgarten zum Waldensemble. Das Konzept wurde von Landschaftsarchitektin Karin Standler entwickelt.

Naschen, Andacht und essbare Pilze

Der Waldgarten, der sich in den bereits vorhandenen Generationenpark integriert, ist in sieben Modulen aufgebaut, die verschiedene Themen zu nutzbaren und essbaren Gehölzen bieten. Er orientiert sich an dem stufenweisen Aufbau lichter Naturwälder. „Aktive Bewegung, Naschen und Entdecken ist hier für alle Altersgruppen möglich“, erklärt Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner.

Der Andachtsgarten bei der Unteren Kapelle am Buchenberg stellt einen Ort des Gedenkens, des Weihens und der Besinnung bereit. Das Andachts platzl wird mit Gehölzen für das Osterfest, mit Kräutern für die Kräuterweihe und mit Blumen, die symbolische Bedeutung in der christlichen Religion haben, bepflanzt. Die Besucher des Pilzgartens können sich wiederum an essbaren Schwammerln und der Erkundung von Heilpilzen erfreuen. Der Garten ist ein Modul des Waldgartens, in dem die Pilze als dessen Früchte gezeigt werden.