RockaRollics: Grenzenloser Mostviertler Rock’n’Roll. The RockaRollics sind mit explosiven Live-Shows und einer Mischung aus Eigenkompositionen und Cover-Versionen zu einem Publikumsliebling geworden.

Von Ulrich Musa-Rois. Erstellt am 07. Mai 2021 (04:52)

The RockaRollics sind eine vierköpfige Band mit klassischer Rockabilly-Besetzung, Gegründet wurde sie 2011, als die beiden Freunde Andreas Schauer und Alexander Christian Aigner beschlossen, nach längerer Pause wieder Musik zu machen.

Aigner erzählt: „Wir wollten alle wieder Musik machen. Die Spacekex-Zeiten von Andreas waren schon lange vorbei, meine Musikschulzeiten auch. Ich hatte wieder Zeit für den Kon trabass gehabt und ich wollte unbedingt Slap-Kontrabass spielen. Das gibt es ja nicht so oft und ist eben typisch f ür Rockabilly. Also hab ich zu An dreas gemeint: Wie wäre es denn so mit einer Rock’n’Roll-Kapelle?“ Dieser war von der Idee angetan und mit Peter Krakauer am Schlagzeug war auch bald die Gründungsbesetzung der RockaRollics komplett.

Die frisch gebackene Band begann nun, in einem Proberaum am Waidhofner Bahnhof ihren Sound zu entwickeln. Andreas Schauer übernahm neben der Gitarre auch den Gesangspart, was aber mehr aus einer Notwendigkeit resultierte, wie er erzählt: „Es war nie mein Plan, Sänger zu werden, sondern irgendwann sind Alex und ich dagestanden und haben gesagt: Naja, irgendwer muss jetzt singen. Und das war dann eben ich.“

„Vor den RockaRollics ist kein Stil sicher. Wir nehmen alles und modeln das so um, dass wir es lustig finden.“ Alexander Christian Aigner

Das erste Lied, das die RockaRollics spielten, war der Folk-Song „Man of Constant Sorrow“. Neben Cover-Versionen entstanden im Laufe der Jahre auch einige Eigenkompositionen sowie Neuinterpretationen bekannter Titel mit eigenen Texten in Mostviertler Mundart. Zu einem Publikumshit wurde zum Beispiel ihre Version von Johnny Cashs „Ring of Fire“, die unter dem Titel „Die Frau Mayer“ die ehemalige Inhaberin der mittlerweile geschlossenen Spar-Filiale in der Weyrer Straße besang.

Aigner beschreibt den genreübergreifenden Sound der Band folgendermaßen: „Vor den RockaRollics ist kein Stil sicher. Wir nehmen alles und modeln das in unserem Stil so um, dass wir es lustig finden. Wenn es den Leuten dann auch noch taugt, finden wir das natürlich schön. Aber wir machen das wirklich so, wie wir wollen – keine Mauern, keine Grenzen.“

Auf den ersten Auftritt beim Fleischrock Festival 2011 folgten viele weitere in Waidhofen und Umgebung, unter anderem bei der „Blue Danube Riot Show“, einem Rockabilly-Festival in Marbach an der Donau. Zu wichtigen Auftrittsorten für die Band wurden das „Kiwi“ in Ybbsitz sowie das „Ums Eck“ in Waidhofen.

Durch ihre energetischen und humorvollen Live-Shows erspielte sich die Band ein treues Publikum, welches einen großen Teil zur guten Stimmung bei RockaRollics-Konzerten beiträgt, wie Schauer betont: „Was für mich immer wieder schön zu sehen ist, ist, dass wir eine kleine, aber sehr treue Fangemeinde haben. Das waren schon immer wieder super Konzerte, mit einer super Stimmung. “

2015 wurde die Bandbesetzung um Stefan S. als zweiten Gitarristen erweitert. Peter Krakauer stieg als fixes Bandmitglied aus, spielt jedoch nach wie vor des Öfteren als Gastmusiker bei Auftritten der Band mit. Neuer regulärer Schlagzeuger wurde Markus Freudenthaler, auch von der Punk-Band E.M.S. bekannt.

Gastmusikerinnen und Gastmusiker haben überhaupt Tradition bei The RockaRollics: So spielten sie ihre ersten Gigs mit Angelika Wagner an der Orgel und mittlerweile sind die Pianistin Tata Asatiani-Aigner alias Filia Solis sowie der Gitarrist René Hümer regelmäßig mit von der Partie. Andreas Schauer, Alexander Christian Aigner und Filia Solis spielen zudem gemeinsam im Akustik-Trio Mitzis Messer, Aigner und Stefan S. wiederum waren bereits bei The BrutellaZ Bandkollegen.

Im letzten Jahr konnten die RockaRollics, die heuer zehnjähriges Bandjubiläum feiern, aufgrund der Pandemie keine Konzerte spielen und auch kaum proben. Sie freuen sich also umso mehr auf eine Zeit, wo dies wieder möglich sein wird.