Einwohnerzahlen im Ybbstal gehen zurück. Nur Allhartsberg und Kematen konnten im Ybbstal langfristig zulegen. Rückgänge in den anderen Gemeinden.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:43)
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Um 0,5 Prozent ist die Bevölkerungszahl in Österreich im vergangenen Jahr gestiegen. Während mit dem Stichtag 1. Jänner 2019 8.858.775 Menschen in Österreich gelebt haben, waren es mit 1. Jänner 2020 bereits 8.902.600. Das sind um 0,49 Prozent oder 43.825 Personen mehr als ein Jahr davor. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor, die in der Vorwoche veröffentlicht wurden.

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In Niederösterreich stieg die Bevölkerungszahl im selben Zeitraum um 0,42 Prozent auf 1.684.623 Personen. Im Bezirk Amstetten betrug der Zuwachs sogar 1,22 Prozent. 116.517 Menschen waren hier mit Stichtag 1. Jänner gemeldet.

Im Ybbstal verzeichnet man lediglich in den Gemeinden Allhartsberg und Kematen leichte Zuwächse. Mit 0,30 Prozent (acht Einwohner) gab es die größte Steigerung in Kematen, 0,28 Prozent (sechs Einwohner) kamen in Allhartsberg dazu. Kematen und Allhartsberg sind auch die einzigen beiden Ybbstalgemeinden, die einwohnermäßig langfristig zulegen konnten. Während man in Allhartsberg 2002 noch 1.776 Einwohner zählte, liegt man zu Jahresanfang nun bei 2.153 Einwohnern. In Kematen lag man 2002 bei 2.444 Einwohnern, Anfang 2020 sind es nun 2.642.

In allen anderen Ybbstal-gemeinden sank die Ein woh ner zahl im vergangenen Jahr ebenso wie auch langfristig.

Rückgang in Sonntagberg

In Sonntagberg konnte man 2018 noch einen Anstieg von 0,65 Prozent (plus 25 Einwohner) verbuchen. Im Laufe des Vorjahres sank die Einwohnerzahl jedoch wieder um 48 Personen. Das ist ein Minus von 1,25 Prozent. Den absoluten Tiefststand erreichte man in der Gemeinde Anfang 2013 mit 3.782 Einwohnern (2002: 4.248). Von da an war man – mit wenigen Ausnahmen – wieder auf Wachstumskurs und näherte sich Anfang 2019 mit 3.853 Einwohnern bereits wieder der 4.000er-Marke. Anfang 2020 zählt man nun nur mehr 3.805 Einwohner.

Um 1,28 Prozent (sieben Personen) ging die Einwohnerzahl 2018 in der einwohnermäßig kleinsten Gemeinde des Bezirks, in St. Georgen/Reith, zurück. Das Jahr davor verzeichnete man noch ein Minus von 5,28 Prozent (29 Einwohner). Auch in Opponitz, der einwohnermäßig zweitkleinsten Gemeinde im Bezirk Amstetten, wurde das Minus kleiner. Nach 3,84 Prozent (35 Einwohner) im Jahr 2018 ging die Einwohnerzahl 2019 um nur mehr 1,10 Prozent (zehn Personen) zurück.

2002 lag man in St. Georgen/Reith bei 594 Einwohnern. Von da an ging es stetig bergab. Einen Höchststand erlebte man dann Anfang 2016 mit 599 Einwohnern. Das Jahr davor hatte da nämlich die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Blindenheim eröffnet. Mittlerweile ist diese wieder Geschichte und die Einwohnerzahl liegt bei 542 Personen – dem niedrigsten Wert seit 2002.

In Opponitz zählte man 2002 953 Einwohner. 2006 gab es einen Höchststand mit 1.029 Personen, ehe es dann wieder runterging. Derzeit hat man mit 902 Einwohnern den niedrigsten Wert seit 2002.

Rückgang seit 2020 in Hollenstein und Ybbsitz

Ein Einwohnerminus von 0,82 Prozent oder 14 Personen verzeichnet man mit Jahresanfang in Hollenstein. Seit dem Jahr 2013 ist die Einwohnerzahl hier relativ konstant. Derzeit hält man bei 1.689 Personen. 2002 waren es noch um 200 mehr.

Einen ebenfalls minimalen Rückgang gab es 2019 in Ybbsitz mit 0,15 Prozent oder fünf Einwohnern. Die Bevölkerungszahl ist hier stetig im Sinken. Zählte man 2002 noch 3.792 Einwohner, liegt man jetzt bei 3.406.

0,32 Prozent beträgt der Bevölkerungsrückgang in der Stadt Waidhofen. Das sind 36 Einwohner weniger als noch vor einem Jahr. 2018 betrug der Rückgang noch 0,63 Prozent (71 Personen). Derzeit sind in der Statutarstadt 11.225 Personen gemeldet. 2002 waren es noch 11.664. Mehr zur Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Waidhofen lesen Sie auf den Seiten 14/15.